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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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welche ins Spital gebracht wurden, starben nämlich manche schonam andern Tag und keiner von uns wußte, an wen zunächst dieReihe kommen würde. Wir sprachen oft in unserer ungelehrtenWeise über religiöse Gegenstände ustd sehnten uns sehr nach einerenglischen Bibel, welche leider a» diesem Orte nicht zu haben war.Hier war es auch, wo mir jene Predigt, die ich auf Staten-Jslandgehört und die abermals gebrochenen Befferungsvorsätze, welche ichjn mir gefaßt hatte, wieder in den Sinn kamen und mehr als einmalstieg der Gedanke in mir auf, wenn Gott mich die Heimath wiedererreichen ließe, so wollte ich jenen Priester aufsuche» und ihn umseinen geistlichen Rath und sein Gebet anflehen.

Bei unserer Ankunft zu Samarang brachte der Steuermannvon einer holländischen Fregatte einen Doktor herbei, welcher michfür kerngesund erklärte. Ans diese Art wurden, meine vier Lands-leute und den kleinen Jungen ausgenommen, fast alle andern Matrosenauf dem Schiff sehr gegen mich aufgebracht, denn ste glaubten, ichsey ein verstockter Faullenzer, der alle Arbeit auf ihre Schulternabladcn wolle, und so wurde mir befohlen, mich auf's Verdeck zubegeben und Ningbolzcn für die Kanonen anzufertigen, damit ichwenigstens einigermaßen beschäftigt wäre.

Gehen konnte ich nicht und mußte also im wörtlichen Sinneans Händen und Füßen aus dem Verdeck umherkrabbeln, was mirgroße Schmerzen verursachte, ohne daß ich Glauben für meineKlagen gefunden hätte. Die Arbeit selbst war freilich ganz leicht,sobald ich einmal auf dem Boden saß, aber jede Bewegung vonder Seite erneute meine unbeschreiblichen Leiden.

Ich war übrigens nicht der Einzige, der für einen Faullenzergehalten wurde, denn der Doktor selbst wurde krank und auch ihnwollte der Steuermann, wie er's bei mir gemacht, der absichtlichenDienstentziehung beschuldigen. Unglücklicher Weise wurde er aberdurch den zweiten Patienten Lügen gestraft, denn dieser starb nachwenigen Tagen.