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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Meine Kameraden besuchten mich verstohlener Weise und ichsuchte ihnen, so klar als ich dies in meiner Gewalt hatte, dieThorheit und Gottlosigkeit unserer beabsichtigten Meuterei vorAugen zu stellen; ich sagte ihnen, daß wir steiwillig an Bord desSchiffes gekommen wären und kein Recht besäßen, in unserer eigenenSache als Richter aufzutreten; daß wir eine Grausamkeit begehenwürden, wenn wir ein Schiff, das Frauen und Kinder an Bordführe, auf hoher See verließen; daß die Malayen uns wahrscheinlichdie Kehlen abgeschnitten hätten und der Stadtdcel höchst wahr-scheinlich einem Schiffbruche entgegen gegangen wäre. All' diesesUnheil hätten wir verschuldet und besäßen also vollen Grund, dankbardafür zu seyn, daß unser Vorhaben vereitelt worden sey.

Die Leute hörten mir aufmerksam zu, versprachen jeden Ge-danken an Vollführung des Aufruhrs aufgeben zu wollen und hieltenauch wirklich Wort, denn ich hörte später nie mehr, daß von derSache wieder gesprochen worden wäre.

Welchen Schaden ich eigentlich genommen hatte das warnicht leicht anzugeben. Der Doktor bewies sich sehr freundlichgegen mich, konnte aber nicht mehr thun, als mir bessere Kostund kleine Erleichterungen zukommen lassen. Der Kapitän aberhatte sich, scheint es, durch den Steuermann gegen mich einnehmenlassen, und dieser mußte offenbar glauben, ich wolle meine Ver-letzung für weit bedeutender auSgebcn, als sie in der That war.

Am Bord des Schiffs befand sich ein Knabe aus gutem Stand,welcher hier seine Seemanns-Laufbahn antreten sollte; seine Backhatte er im Hintertheile des Schiffs und war eine Art von feinemKajütenjungen; er konnte nicht über zehn bis eilf Jahre alt seyn,bewies sich aber gegen mich wahrhaft als mein Schutzengel. Erbrachte mir Leckerbissen und zeigte mir viele Thcilnahme, so daßwir oftmals Thränen mit einander vergossen. Auch die Damenund Kinder des Admirals besuchten mich zuweilen und bezeugte»