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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Behandlung auf demselben sich wesentlich änderte: Angesichts unseresAbfahrtsplatzes wurden wir auf ein Minimum von Nahrung undWasser herabgesetzt und das Tauende begann unter der Mannschaftzu stiegen, mit Ausnahme von uns Fünfen, welche man nie zu be-rühre» wagte, ohne daß ich einen andern Grund dafür anzugebenwüßte, als daß man vielleicht in dem Ausdrucke unserer Mienendas Geheimniß dessen, was in uns vorging, lesen mochte. Dagegenwurden wir was wir freilich bloS vermuthen konnten miteiner wahren Fluth von plattdeutschen Flüchen traktirt, welche wirihnen aber auf gut Englisch mit reichen Zinsen znrückgaben.

Ich brauche wohl kaum beizufügen, daß wir Engländer undAmerikaner den Schritt, den wir gethan hatten, sehr bald zu be-reuen anfingen; mit Sehnsucht wünschte ich mich jetzt an Bord derHoffnung" zurück, denn die Prophezeiung meines früheren Schiffs-herrn war nunmehr und vielleicht früher, als er selbst geahnthatte zur traurigen Wahrheit geworden. Dießmal war derWiderwille gegen mein Dienstschiff in vollem Maaße gerechtferligt,doch hatte ich die Strafe, welche mir jetzt zu Theil wurde, reichlichverdient: denn wer hieß mich so blindlings in einen Dienst eintreten,der in jeder Hinsicht den Leistungen, welche mir gebührten, so ge-waltig nachstand?

Das Brod auf dem Schiffe war zwar gesund, wie ich glaube,dabei aber fast ganz schwarz und von einer Gattung, wie ich esdurchaus nicht gewöhnt war. Doch erhielten wir selbst von diesergeringen Qualität nur fünf Pfund wöchentlich, während in unsererMarine jeder Mann auf die Woche sieben Pfund trefflichen Brodcsempfängt, wie man es sogar an einer vornehmen Tafel servirenkönnte. Das Fleisch war dem Gehalte nach nicht viel besser alsdas Brod und in eben so knickerigen Portionen ausgetheilt: es gabnur ein gutes Gericht auf dem Stadtdeel, und das bekamen wirauch jeden Morgen, nämlich Gerstengrütze, welche ich mit der Zeit sehrgerne genoß und die mir einzig und allein die nöthigc Stärke zur