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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Mairosen, mit der sie in eingebildeter Großmuth das schwer Errungeneleichtsinnig verschleudern. Es war am Tage vor Mariä Reinigungund zufällig grimmig kalt, so daß der heiße Punsch Allen höchsterwünscht kam.

Und dies war noch nicht Alles, denn als wir am Whitehall-Slip * vorüberkamen, sah ich den ersten Kutter des ,,Ohio" da-selbst vor Anker liegen und der Zufall wollte, daß ich nicht nurden Offizier desselben, der auf der Constellation als Midshipmangedient hatte, sondern auch die Mehrzahl der Mannschaft ganz ge-nau kannte. Ich wurde nalürlich angerufcn und bat sofort um dieErlaubniß, die Leute bewirthen zu dürfen, die ich auch sogleich er-hielt und bald, in Folge meiner Freigebigkeit, in einen Zustand gerieth,welcher es für mich dringend nöthig machte, unter Leitung einesLootsen"vollends in den Hafen einzulaufen. Und dennoch hatte ich die Pre-digt, sowie meine guten Vorsätze noch nicht gänzlich aus dem Ge-dächtnisse verloren.

In meiner Herberge machte ich die Bekanntschaft eines Preu-ßen, Namens Gottfried, eines ernsten, gesetzten Mannes, und wirkamen mit einander überein, nach Savannah zu gehen, um dort denWinter über am Häringsfange Theil zu nehmen und auf das Früh-jahr wieder nach dem Norden zurückzukehren.

Mein Gastwirth war nicht allein krank, sondern hatte bei großerArmuth auch noch einen Haufen Kinder zu ernähren und als Be-weis, daß ich meine guten Vorsätze nicht ganz vergessen hatte,mag der Umstand dienen, daß ich diesmal zum Abgang nach demSüden bereit war, noch ehe ich mein Geld ganz ausgegeben hatte,und daß ich es während meiner Abwesenheit zu einem guten Zweckeverwendet wissen wollte. Eine Fünfzigthaler-Note war noch unbe-rührt geblieben und ich übergab sie diesem Manne mit der Weisung,das Geld einznziehen, es zur Befriedigung seiner Bedürfnisse zu

* Diesen Namen trag! zu New-Uork ein Theil der Küste, wo die Werftensich befinden. D. U.