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daß eine Macht über uns waltet, welche allein leibliche Sicherheitwie geistlichen Trost zu gewähren vermag.
In dieser Beziehung hatten die Postschiffer von Havre für daszukünftige Wohl ihrer Seeleute eine ganz ungewöhnliche Sorgfalt anden Tag gelegt, denn es bestand zu Havre eine besondere Marine-kirche, welche unser Kapitän wie seine MateS regelmäßig besuchten,während sie auch uns zur Nachfolge zu überreden suchten. Die Wirkungdieser Einrichtung war auch in der That eine gute, denn die Leutezeigten sich in der Regel weit nüchterner und ihre Aufführung wurdeüberhaupt sehr gerühmt.
Ein paar Tage nach jener Schreckensnacht drehte sich der Windund traf uns so von der Seite, daß wir an den Scillyinseln vorbeiganz lustig in's atlantische Meer hinaussegelten. Etwa vierzehnTage nach unserem Abenteuer bei Eodhstone verloren wir die Hackenunseres Steuerruders und wußten Letzteres nur durch jene neumodischeEinrichtung zu retten, welche das Obcrtheil mittelst des Decks amHinabfallen hindert. Um die Abtrift zu vermeiden und um das Ruderdoch noch einigermaßen verwenden zu können, fanden wir für nöthig,Letzteres anzuschnüren und mittelst Spillen an den Hintersteven fest-zumachen: eine Spiere wurde queer über das Kompaßhäuschen undgerade aus das Ruder gelegt, endlich eine Kette durch das Steueröhrund über diese Spiere weggezogen, wozu man die dünnste Cabelketteverwendete, während das Ruder mittelst Schooten vom Deck aufge-hoben wurde. Wir nahmen dann ein paar RustenmarSsegelschooten,schwarteten * sie tüchtig und zogen mit ihnen einen Timmerstich halb-wegs um das Steuer, so daß das eine Ende in jede der großenPuttingen kam und mit Taljen wohl befestigt ward. Auf diese Artblieb das Rad noch ziemlich brauchbar, wiewohl wir das Schiff beistürmischem Wetter beilegen mußten.
Die Puttingschooten hielten etwa einen Monat lang, dannaber gaben sie nach und bei näherer Untersuchung fand sich's, daß' »Schmorten" — mit allem Segeltuch bekleiden. D. U.