238
den atlantischen Scean so unzählig oft durchfurcht, daß ich gleich-sam jeden Meilenstein darauf zu keiinen glaubte. Vom mittel-ländischen Meere aber hatte ich noch wenig gesehen und dachte mir,eine Kreuzfahrt auf einem Kriegsschiffe könnte mich auch mit jenenGewässern bekannt machen. Von der Mannschaft des TobaccoPlant hatte sich der größere Thcil zu Philadelphia anwerbenkaffen: ich beschloß ihrem Beispiel zu folgen und gleichfalls in dieMarine zu treten. Beruht ja doch fast Alles auf der Mode unddamals bestand ste gerade darin, daß man den Dienst der Marineaufsuchte.
Ich ließ mich von dem jetzigen Commander ^ und dama-ligen Schiffslieutenant M'Kean, — einem Enkel des ehmali-gcn Statthalters von Pennstlvanien, wie man mir sagte — fürden Seedicnst anwcrben. Wir kamen sammt und sonders anBord der „Cyane", eines englischen Prisenschiffs von zwanzigKanonen, wo wir ungefähr sechs Wochen lang blieben; dann muß-ten wir loosen und mehr als hundert von uns wurden auf einerSchaluppe nach Norfolk — auf den „Delaware" von achtzig Kanonengeschickt, der eben damals für das Mittelmeer ausgerüstet wurde.
Mir fanden das Schiff neben der Werste des Marinearsenalsliegen und kamen am andern Tage an Bord des Zweideckers, nach-dem wir die Nacht auf dem „Aufnahmeschiff" zugebracht hatten.Der Delaware lief bald aus und wurde Kapitän Downes über-geben; Letzteren kannte ich schon von früher, denn er war es ge-wesen, der mich überredet hatte, an Bord jener unglückseligen Brigg,des Epervier, zu gehen.
Auf dem Delaware kam ich auf das Vorkastell und wurdebald zum Dienste des zweiten „VorschanzenkapitänS" beordert. VonLieutenants hatten wir am Bord Mr. Ramage — dieser war ersterLieutenant — dann die HH. Williamson, Ten Eick, ShubrickByrne, Chauncey, Harris und mehrere Andere, deren Namen ich' Schiffsbefehlshaber. D. U.