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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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uns eingeladen wurde. Es kam mit den Schmugglerbooten herüberund wurde fast eben so zu uns herauf, wie das Opium vonuns hinab geworfen, worauf wir es dann im Kielraume übereinander stauten.

Dies Alles geschah am Hellen Tag, ohne daß ich jemals voneinem Diener des Zollamtes gehört hätte, der dem verbotenen Gutbis auf unser Schiff gefolgt wäre, so daß die Platten, sobald sienur erst bei uns a» Bord waren, als völlig gesichert betrachtetwerden konnten. Ebenso und auf dieselbe Weise wußten wir unsauch von ihrem Syceesilber zu verschaffen, dessen Ausfuhr gleich-falls verboten war.

Für jede Kiste Opium, die wir verkauften, erhielten die dreiSteuermänner zusammen einen chinesischen Dollar als Nebcnbeloh-nung, was meinen Antheil an den vierhundert Kisten auf hundertund drei und dreißig chinesische oder gegen hundert und sechzehnunserer eigenen Thaler brachte. Zu meiner Schande muß ichnoch sagen, daß bei alldem noch vielerlei Betrug mit unterlief, dajeder Thcil den andern als Spitzbuben betrachtete und statt so znhandeln, wie er sich selbst behandelt zu sehen wünschte, lieberso verfuhr, wie er glaubte, daß mit ihm verfahren werde.

Sobald das Opium bezahlt war, segelte dieHoffnung" nacheinmonatlichem Aufenthalte von Canton ab und hatte Calcuttanach kurzer llebcrfahrt erreicht. Ich fing jetzt au, etwas bengalischzu lernen und ehe ich noch dieses Gewerbe aufgab, konnte ich einSchiff ganz gut in dieser Sprache kommandiren. Die Lascarensah ich oft gleich Affen auf den Marsen herumklettern, dagegenfehlte es ihnen an unserer Körperstärke: denn an einem Marssegel, ^welches wir zu Sechsen ganz leicht beschlagen hätten, brauchte manbeinahe zwanzig von diesen Burschen, was eines Theils der Ge-wohnheit, andern Theils aber auch ihrer physischen Konstitution zu-geschrieben werden mußte; wie sie denn von Gestalt sehr schmächtigwaren und beinahe nichts als Reis gcnoßen.