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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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meines ehrlichen Fischers mit wohlfeilem Taback versorgen, als dieChinesen in Opium betrunken machen möchte.

Unser Opium war in hölzernen Kisten verpackt, welche jevierzig Cylindcr ü zehn Pfund Gewicht enthielten, so daß also jedeKiste gegen vierhundert Pfund schwer war. Die sonstige Ladung bestanddem Hauptinhalte nach aus Baumwolle, Salpeter und Ebenholz,nebenbei aber führten wir auch vierhundert dieser Opiumkisten an Bord.

Den Verkauf des Opiums pflegte der Kapitän in eigener Personauf der Faktorei zu besorgen: selten wurden über sechs bis acht,öfter bloS zwei bis drei Kisten auf einmal verhandelt. Der Käuferbrachte oder schickte sodann die Anweisung zur Ueberlieferung desOpinmS auf unser Schiff und sorgte auch für die nöthige Anzahlvon Säcken.

Die Mauihbcamten blieben hier nicht wie in anderen Ländern aufdem Schiff selbst, sondern befanden sich auf einem großen bewaff-nete» Boot, das unter dem NamenHoppooboot" an unseremSpiegel befestigt war. Diese Einrichtung ließ uns ziemlich freiesSpiel auf unserem Schiffe, und kam je einmal einer der Beamtenan Bord, so erfuhren wir'S natürlich schon einige Zeit vorher.

Als drittem Steuermann lag eS mir ob, die Kisten aus demKielraum heraufzuschaffen und das Opium zu überliefern; die Kistewurde jedesmal geöffnet, die Cylinder abgezählt und in die Säckeverpackt, welche absichtlich von solcher Größe waren, daß man sienoch mit Bequemlichkeit handhaben konnte. Dies Alles geschahauf dem Kauonendecke; der Käufer hatte sein Opium auf unseremSchiffe in Empfang zu nehmen und ein etwaiges Mißlingen seinesSchmuggelnS als eigenen Verlust zu tragen. Sobald der Ver-käufer sein Opium in den Säcken hatte, stellte er letztere in dieNähe der mittleren Stückpforten, welche geöffnet wurden; danngab er seinen Leuten am Ufer ein Signal, welche dieses sogleichbeantworteten und nun mußte man die Ankunft der Schmuggel-boote abwarten.

Ned MyerS.

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