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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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191
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jenen Fingerhut gravirt hatte! Damals, als sie ihm den unglück-seligen Fingerhut überbrachte, halte er sie zum Erstenmal gesehen,hatte sich sogleich in sie verliebt und da er sich in guten Umständenbefand, so waren ihre Freunde in sie gedrungen, seine Bewerbunganzunehmen. In ihrem Briefe gestand sie mir, daß sie ihren Fehlerbereue und sich höchst unglücklich fühle die Sache war aberjetzt nicht mehr zu ändern.

Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, unter diesen Umstän-den nach New-Vork zurückzukehrcn, und beschloß deßhalb, meinSchiff zu verlassen. Ich erbat mir also meinen Abschied und habedenWilliam und Jane" nie wieder gesehen.

Im Terel lag ein kleines Schiff aus Baltimore, derWabash"genannt, das sich zur Abfahrt nach Canton vorbereitete, und aufdem ich mich, diesmal aber wieder als Fockmastmatrose, anwerben ließ.Mein Plan ging dahin, den Wabash zu Canton zu verlassen undnie wieder diesseits des Kaps zurückzukehren; das Fehlschlagenmeiner Heiratsabsichten halte mich dermaßen erbittert, daß ichso weit wie möglich von Amerika getrennt sehn wollte.

Dies war der Wendepunkt meines ganzen Lebens; er solltedie Stellung bestimmen, welche ich in meinem Berufe einzunehmenhatte. Ich war jetzt sieben und zwanzig Jahre alt und wenn eSbei einem Manne in diesem Alter bereits den Krebsgang nimmt,so muß er wahrlich in einem guten Fahrzeuge segeln, wenn er sichwieder zu seiner eigentlichen Back hindurcharbeiten will.

Der Wabash wurde auf der Hinfahrt von Wind und Wetter be-günstigt und durch keinerlei Unfall aufgehalten; bei seiner Ankunftin Canton theilte ich dem Kapitän meine Absicht mit und er ent-ließ mich ohne Widerrede.

So stand ich denn, mit ein paar hundert Thalern in derTasche, einige gute Kleider in der Kiste, im weiten kaiserlichenReiche frei und ledig! So weit war Alles gut und ich fing auchalsbald an, mich nach einer paffenden Unterkunft umzusehen. Wir