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vor der Abfahrt einen andern Bootsmann herbeigeschafft hatte.Ich glanbe überhaupt, daß noch nie ein Schiff mit solchen Kvn-traktsbedingungen vom Lande stieß, wie unsere Mannschaft sie sichertrotzt hatte — drei Quart Wasser täglich, sowie die Erlaubniß,die Vormittagswache unter Deck zuzubringen. Alles dieß Schwarzauf Weiß und trotz dem noch allerhand Unruhen, bevor wir unfernBestimmungsort erreichten!
Unsere Ueberfahrt war sehr langwierig und dauerte im Ganzenzweihundertundzehn Tage. Als wir in die Linie der Paffatwindegelangten, wurde ein Mast nach dem andern bis zum Jolltau ab-getakelt, worauf man Astes überfuhr und neue Takelagenwändeüber die unteren Marsen spannte; wir brauchten zwar ziemlich langeZeit dazu, verloren aber wenig oder nichts an Geschwindigkeit, dadas Schiff die ganze Zeit über vor dem Winde hersegelte und die-jenigen Masten, welche noch aufgetakelt blieben, von oben bis untenin Leinwand gehüllt wurden.
Ehe wir zur Musterung unseres Takelwerkes übergingen, warenwir mit einem englischen Schiffe, dem „General Blücher," zusammen-getroffen, in dessen Gesellschaft wir volle vierzehn Tage weitersegelten. Während beide Schiffe beisammen waren, kam uns einefremde Brigg zu Gesicht, welche uns drei bis vier Tage sorgfältigbewachte und von beiden Fahrzeugen für ein Räuberschiff angesehenwurde. Da wir sechs Kanonen nebst einunddreißig kampffähigenMatrosen an Bord hatten und der Blücher zum wenigsten ebensostark war, so glaubten die beiden Kapitäne, wenn sie zusammenhielten, so würde es ihnen wohl gelingen, den Burschen im Falleeines Angriffes zurückzuschlagen. Die Brigg kam uns häufig sonahe, daß sie uns ganz genau beobachten konnte, segelte dann jedes-mal wieder zurück und trieb dieses Spiel mehrere Tage lang fort,bis sie plötzlich den Wind faßte und aus unser» Blicken verschwand.Unser Schiff hätte freilich keine üble Prise abgegeben, da es, wie