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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Gegen vier Uhr Morgens stießen wir auf einen Fluß und ver-ließen nun die Heerstraße, um das Stromufer eine kurze Streckeweit zu verfolgen. Mittlerweile erhob sich ein heftiger Landwindund eS fing an zu regnen und zu stürmen, so daß wir es unmöglichfanden, uns bei solchem Wetter in einem Boote hinauszuwagen.In unserer Nähe befand sich ein kleiner Hügel, von dichtem Waldeumgeben, und dorthin stiegen wir, um den Tag daselbst zuzubringcn.Wir hatten zwei Männer in einem gut aussehenden Boot an'SLand rudern sehen und beschloß«! alsbald, sowie das Unwetter nach-ließe, uns dieses Bootes zu bemächtigen und den neuen Kurs strom-abwärts nach der Bai einzuschlagen.

Wir konnten von unserem Hügel aus den Fluß mit der ganzenUmgegend überschauen und sahen, wie die beiden Fischer an'S Landstiegen, Segel und Ruder aus dem Boote nahmen, letzteres aufhalten,umdrehten und Ruder und Segel darunter legten; fie hatten auch«ine Ankerboje bei sich, wie sich denn überhaupt Alles für unsere Zweckezu fügen schien. Das Fahrzeug hätte uns nicht erwünschter kommenkönnen, denn wir liebten weit mehr, auf dem Flusse fortzurudern,als uns wie bisher am Lande hinzuschlcppen.

Die Stadt Annapolis konnten wir nicht sehen, obwohl wirkaum ein paar Meilen davon entfernt sehn konnten, da fie, wie sichspäter zeigte, stromaufwärts von uns lag. Die Fischer schlugen dieRichtung nach der Stadt ein und waren bald verschwunden; wirbrauchten jetzt nichts weiter als erträgliche Witterung mit günstigemoder wenigstens nicht so gar stürmischem Winde, denn da dieserunsere beiden Fischer an'S Land getrieben hatte, so hielten wir für'SBeste, uns ihre Erfahrung zu Nutze zu machen. Der Tag ver-strich ohne ein bemerkenSwertheS Ereigniß; das Wetter blieb soschlecht wie zuvor, und wir waren ohne anderen Schutz, alsden von blätterlosen Bäumen dem unaufhörlichen Regen ausgesetzt:doch waren es Fichten und in großer Zahl, die uns mit ihren iueinander geschlungenen Nadel» immerhin einiges Obdach gewährte».