Druckschrift 
17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen
 

aufznluven brauchte, um mit einer leichten Erschütterung der Segeldavonzukommen!

Unser Geschwader blieb nur eine Nacht vor der MündungdeS Niagara liegen und lichtete am nächsten Morgen die Anker,um zur Verfolgung der Engländer auszulaufen. Das Wetter warhöchst veränderlich und wir konnten Sir. JameS den ganze» Tagnicht auf Schußweite erreichen. Wir zählten jetzt den 9. August;der Scourge war in der Nacht des siebenten oder am Morgen desachten genau weiß ich's nicht zu Grund gegangen.

Am zehnten in der Früh, als wir eben dem nördlichen Ufergegenüber und luvwärts von John Bull standen, nahm der Kom-modore die Asp, * derMadison" dagegen dieschöne Amerikanerin"in'S Schlepptau und ließ, in der sichern Erwartung einer allge-meinen Seeschlacht, au das gesammte Geschwader den Befehl zumAbhalten ergehen. Plötzlich aber schlug der Wind um und brachtedie Engländer windwärts; der Nachmittag blieb ruhig oder vonwechselnden Luftströmungen unterbrochen und gegen Sonnenunterganglag der Feind, von der Windstille zurückgehalten, am amerikanischenUfer. Mit einemmal trat eine Brise aus Süden ein ; wir schloffenalsbald auf und formirten gegen sechs Uhr Abends unsere Schlachtlinie:so verharrten wir bis gegen sieben, als wiederum ein frischer Süd-westwind einfiel und John^ abermals windwärts führte.

Was nunmehr folgte, weiß ich kaum mit Genauigkeit anzu-geben, so viel wurde hin und her manüvrirt und so oft die Stellunggeändert. Beide Geschwader hatten sich guer über den See aus-gebreitet, der Feind wind- und etwas rückwärts von unserer eigenenLinie. Wir fuhren sofort auf Anrusweite an dem Kommodorevorüber, der uns den Befehl ertheilte, eine neue Schlachtlinie zubilden, was auf folgende Art ausgeführt wurde.

Eine Linie aus den kleinsten Schoonern bestehend, formirtesich luvwärts, während sich leewärts eine zweite, aus den Fregatten,» Sspe. D. U.