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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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seiner Feldflasche sehen; da ich aber nichts fand, so begnügten wiruns mit einigen müßigen Bemerkungen und setzten unser» Wegweiter fort.

Kaum hatten wir ein kleines Dickicht erreicht, als ich, der denklebrigen voranging, in der Nähe eine weibliche Stimme vernahm:dies machte mich stutzig und beim Umsehen gewahrte ich ein wei-ßes Frauengewand, welches einer Person angehörte, die sich offenbarvor uns zu verbergen suchte.

Ich war für den Augenblick allein und ging auf das Dickichtzu, wo ich zwei Frauen antraf: die eine in Tracht und Haltungeine Dame von Stand, die andere ihre Dienerin, wie ich seiiherimmer vermuthete; elftere trug ein weißes, die andere ein schwarzesCattunkleid, Beide schienen, ihrem Aeußeren nach zu urtheilen, nochunter Dreißig und die Vornehmere war dabei ausnehmend hübsch. Sicbefanden sich in großer Angst, und als ich mich ihnen näherte, fragtemich die Dame, ob ich ihnen etwas zu Leid thun wollte. Ich er-wiedertc nein, und fügte noch bei, so lange sie bei uns verweile,habe sie von Niemand eine Kränkung zu befürchte».

Dies beruhigte sie sehr, so daß sie bald im Stande war, mirden Grund mitzutheilen, welcher sie auf das Schlachtfeld herauSgeführthatte. Halb betrunken und die Gesichter noch vom Pulverdampfegeschwärzt so war's wohl kein Wunder, wenn wir den FrauenAngst einflößten; doch glaube ich kaum, daß einer von uns Dreiengezaudert hätte, ein weibliches Wesen, welches wir auf diese Art aufoffenem Felde weinend angetroffen, gegen jede klnbill zu vcrtheidigen.Simeon Grant und Svuthard wollten sich zwar anfänglich unan-ständige Reden gegen das Mädchen erlauben, so daß diese lautaufzuschreien anfing; ich brachte aber Beide zur Ruhe, worauf sieihr Bedauern ausdrückten und mir versprachen, mich zum Schutzeder Frauen überall hin begleiten zu wollen. Meine beiden Kame-raden glaubten nämlich im Anfang, gewöhnliche Soldatendirnen vorsich zu sehen: ich selbst aber war in meinen Knabenjahren zu viel