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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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stand im nächsten Augenblicke neben dem Schlummernden; wir an-dern folgten nach, und der Fremde war nun unser Gefangener.Der arme Teufel behauptete, er sey gekommen, um nach seinemEigenthume zu sehen; wir versicherten ihn, daß ihm von Niemandein Leid geschehen werde.

Meine Schwarzen fingen mittlerweile an, sich umzusehen undAlles einzusacken, was sie nölhig zu haben glaubten; ich selbstnahm mir, wie ich nicht leugnen kann, etwas Thee und Zucker undbefand mich überhaupt < zu meiner Schande sey'S gestandenin einem Zustande, der mich das Ganze nur als einen köstlichenSpaß betrachten ließ. Wir führten in unserem Canoe eine volleLadung auf's Schiff und kehrten sogar noch einmal zurück, um einezweite abzuholen.

Natürlich ließ sich ein solcher Streich nicht Wohl ausführen,ohne die ganze Schiffsmannschaft in unser Geheimniß einzuweihen;auch war'S an einer Bootsladung noch lange nicht genug. DieNeger fingen an sich zu betrinken und so nüchtern war ich denndoch, um die Folgen cinzusehen, welche ein längeres Verweilen die-ser Bursche am Land nach sich ziehen mußte. Als vollends einigeBüchsenschützen zu unserem Haufen stießen, bot ich Allem auf, ummeineschwarzen Spaßvögel" auf's Schiff zurückzubringen, wasmir auch endlich, wiewohl nicht ohne Mühe, gelang.

Das sorglose Wesen der Matrosen ist recht deutlich an unseremBenehmen zu erkennen. Der ganze Ertrag unserer Plünderungbetrug bei unserer Rückkehr in den Hafen höchstens acht bis zehnGallonen Whiskey* und dafür hatten wir uns der Gefahr auSgc-setzt, durch die ganze Flotte gepeitscht zu werden! Wir betrachte-ten das Ganze als ein keckes Stückchen und das gab uns genügendeEntschuldigung, um gegen die gegebenen Befehle zu handeln, jasogar ein Verbrechen zu begehen. Ich selbst ließ mich mehr durchmeine Lust, Unheil anzustiften, sowie durch den eitlen Wunsch, bei* Nach unserem Maaße etwa Flaschen. D. U.