Säckchen mit Guineen so geschickt in der Kajüte zu verstecke», daßwir's hernach, als alles vorüber war, selber nicht mehr findenkonnten.
Wegen der rauhen Witterung, die wir schon bei unserer Ab-fahrt erwartet hatten, war die Jolle in das Langboot gestaut wor-den und es mußten zuvor Taljen an die Kreuzraa angelaffen wer-den, ehe mau das Boot auShiffen konnte — was immerhin einigeZeit in Anspruch nahm. Die Felucke, welche uns mit dieser Arbeitbeschäftigt sah, blieb ruhig in der eben eingetretenen Windstille lie-gen und wartete geduldig, bis wir das Boot über Bord geschafftund inS Wasser gelassen hatten. Cooper, Dan Mac Coy, der großeDan und der spanische Joe stiegen ein; der Kapitän hatte bereitssein Schreibpult in das Boot Hinabgelaffen und stand eben auf derRegelingK, um selbst hinunter zu klettern, als das Schiff voneinem plötzlichen Windstoße getroffen wurde, so daß man die Leuteaugenblicklich zum Einreffen der Marssegel aus dem Boot rufenmußte; so verstrich eine Viertelstunde mit Vorkehrungen gegen aber-malige Windstöße.
Bald hatte die Bö nachgelassen, auch der Himmel begann sichetwas aufzuhellcn und wir sahen die Felucke immer noch ruhig da-liegen und unser Boot erwarten. Unsere Mannschaft stieg abermalswiderstrebend in die Jolle — da plötzlich winkte uus der Komman-dant der Felucke mit der Hand, sein Schiff füllte die Segel, fielluvwärts ab und schwamm mit ausgebreiteten Doppelschwingen, derEnte gleich, gegen die Küste.
Voll Verwunderung starrten wir das Räthsel an und wußtennicht was wir aus dem Manöver machen sollten, als — bum! —auf unserer Wetterseite ein schweres Geschütz sich vernehmen ließ.Die Kugel durchkreuzte unser Kielwasser — wir hatten nämlichunser Marssegel gleichfalls gefüllt — und tanzte von Woge zuWoge gegen die Felucke heran.
» Gallerle oder Geländer, welches das Schiff rings umgibt. D. U.