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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Just so, Ercellenz, auch wegen anderer wichtigen Ereignissemerkwürdig. Soll ich Euch an's Land führen, gnädige Frau?"

Mercedes willigte ein, und in zehn Minuten betraten sie undihr Gatte das Ufer, kaum sechs Klafter von der Stelle, wo Co-lumbus und Luis sich im vorigen Jahre eingeschifft hatten. Dasfeste Sandgestade war mit Menschen bedeckt, die in der Abend-kühle spazieren gingen. Die Meisten davon gehörten der niedererenKlaffe des Volkes an, denn Spanien ist, wie wir glauben, daseinzige Land, wo die Bevölkerung von Gegenden, die durch einherrliches Clima begünstigt sind, sich an öffentlichen Spaziergängenzu dieser bezaubernden Stunde getrennt hält.

Luis und seine schöne Gattin hatten sich bloS um der Erho-lung und Bewegung willen an's Land setzen lassen, da die Felukkeihnen jedenfalls bessere Bequemlichkeiten bot, als was immer füreine Hosteria von PaloS. Sie mischten sich daher in das Gewühlder Spaziergänger. Gerade vor ihnen befand sich eine Gruppejunger Weiber, welche in lebhaftem und lautem Gespräche begriffenwaren, so daß man recht gut dem Gange ihrer Unterhaltung folgenkonnte. Der Gegenstand derselben war die Reise nach Cathay,was im Augenblick die Aufmerksamkeit unseres Helden und unsererHeldin auf sich zog.

Heute," sagte eine aus dem Häufchen in dem Tone desUebergewichtS,heute segelte Don Christoval von Cadiz aus. DieHerrscher hielten PaloS für einen zu kleinen Hafen, um zur Aus-rüstung eines so großen Unternehmens dienen zu können. Ihrkönnt Euch auf meine Worte verlassen, gute Nachbarinnen, dennihr wißt, mein Mann hat eine Anstellung auf des Admiralseigenem Schiffe."

Ihr seyd zu beneiden, Nachbarin, daß ein so berühmterMann so große Stücke auf ihn hält!"

Wie kann es auch anders sehn, da er ihn früher begleitete,als nur Wenige den Muth hatten, sich seinem Gefolge anzuschließen.