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zu rühmen, Kind/' sagte die Königin, nachdem sie mit Absicht diesekleine Vorkehrung, um Mercedes Gefühle zu schonen, getroffen hatte;„Du hast Deinem Versprechen durchaus Ehre gemacht, und es liegtmir nun ob, Dich zur Herrin Deiner Neigungen zu machen undalle Hindernisse zu beseitigen, die der Verwirklichung Deiner Wün-sche im Wege stehen. Ich entbinde Dich daher Deines Gelübdes,denn Du hast Klugheit und Zartgefühl genug an den Tag gelegt,um Dir die Sorge für Dein eigenes Glück überlassen zu können!"
Mercedes verharrte in ihrem Schweigen; aber es dünkte Jsa-bekla, als fühle sie einen leichten convulsivischen Schauer über diezarte Gestalt des Mädchens Hinbeben.
„Du antwortest nicht, meine Tochter? — Ist es Dir lieber,Andere über Dein Schicksal entscheiden zu lassen, als selbst fürDich zu handeln? Nun so will ich denn als Deine Königin undmütterliche Freundin statt der Genehmigung einen Befehl erlassenund'Dir sagen, daß es mein Wunsch und Verlangen ist, Dich, so-bald eS sich mit dem Anstande und Deinem hohen Range verträgt,als die angetraute Gemahlin des Don Luis de Bobadilla Condede Llera zu sehen."
„Nein — nein — nein — Sennora — nie — nie," stüsterteMercedes mit einer Stimme, die eben so sehr durch die innereAufregung als die Art, wie ihr Antlitz in dem Gewände der Kö-nigin begraben war, erstickt wurde.
Jsabella sah die Marquise de Moya erstaunt an. Ihre Blickedrückten weder Mißfallen noch Unwillen aus, denn sie kannte denGharacter unserer Heldin zu gut, um irgend eine Laune oder Zie-rerei in einer Angelegenheit zu vermuthen, die so innig mit ihrenGefühlen zusammenhing; die Theilnahme, welche die Königin kundgab, wurde daher durch kein anderes Gefühl als durch das einernicht zu bewältigenden Ueberraschung, welche diese unerwartetenWorte veranlaßten, umschattet.
> „Kannst Du mir dieß erklären, Beatriz?" fragte Jsabella