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überhaupt irgend einen religiösen Glauben hätten. Unsere Prie-ster werden daher keine Vorurtheile zu bekämpfen haben, wenn sie^diesen einfachen Gemüthern die hohe Wahrheit des Evangeliumsverkündigen."
„Ohne Zweifel hat der Admiral diese Dinge reiflich crwogeu-Er vcrmuthet, daß die Insel, welche er Espannola nannte, nurwenig kleiner sehn dürste als Castilien, Leon, Aragon und Gra-nada oder überhaupt unsere sämmtlichen Besitzungen auf dieserHalbinsel zusammengeiionimen."
„Beobachtetest Du auch, was er hinsichtlich des milden undsanften CharacterS der Einwohner sprach, und fällt Dir nicht daseinfache und zutrauliche Wesen derer, welche er mit sich brachte,auf? Ein solches Volk ist wohl leicht dahin zu bringen, zuerst deneinzigen und wahren Gott nach Gebühr zu verehren und dannseine Herrscher als gütige und wohlwollende Eltern zu betrachten."
„Die Macht kann sich immer Anerkennung verschaffen, undDon Christoval hat mir im Vertrauen versichert, daß tausend ge-übte Lanzen diese östliche» Länder leicht zu bewältigen vermöchten.Wir müssen uns in Zeiten an den heiligen Vater wenden, daß erzwischen uns und Dom Joao Grenze» stecke, welche für die Folgejeder Zwistigkeit über unsere Interessen Vorbeugen. I ch habe be-reits mit dem Cardinal von der Sache gesprochen und er schmei-chelte mir mit der Hoffnung seines Einflusses bei Alexander VI."
»Ich hoffe, daß bei dieser Verhandlung die Mittel, welche dieVerbreitung des Kreuzes fördern könnten, nicht außer Acht gelassenwerden; denn es lhut mir wehe, wenn ich sehe, daß die Dienerder Kirche sich mit weltlichen Angelegenheiten abgeben und darüberdie ihres großen Meisters vernachlässigen."
Don Ferdinand betrachtete einen Augenblick seine durchlauch-tige Gemahlin mit großer Aufmerksamkeit, ohne etwas zu erwicdern.Er bemerkte, daß ihre beiderseitigen Gefühle, wie cs oft bei Fra-gen der Politik zu gehen Pflegte, nicht ganz in Einklang standen,Donna McrccreS. Lte Aufl. 35