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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Sennora Donna Eure Hoheit," begann er;Jeder-mann hätte das auf den ersten Blick sehen können. Ich bin SanchoMundo von dem Schiffsdockenthvr, einer von Eurer Hoheit undExzellenz treuesten Unterthanen und Matrosen, gebürtig und seß-haft zu Moguer."

Du kommst von Colon, fragte ich?"

Ja, Sennora; ich erkenne cs dankbar, daß Eure königlicheHoheit es sogleich errathen haben. Don Christoval hat mich zuLand von Lissabon hergeschickt, denn er dachte, daß die schlauenPortugiesen gegen einen einfachen Matrosen wie ich bin, wahr-scheinlich weniger mißtrauisch sepn würden, als gegen einen vondiesen gestiefelten AlltagScurieren. 'S ist ein mühsamer Weg undvon den Ställen zu Lissabon an bis zu dem Palaste von Barcel-lona gibt cs auch nicht ein einziges Maulthier, das geeignet wäre,von einem Christen bestiegen zu werden."

Du hast wohl Briefe? Deinesgleichen kann Wohl kaum etwasAnderes mit sich führen."

Euer Gnaden Hoheit, königliche Gebieterin, irren in diesemPunkts, obgleich ich kaum noch halb so viel Doblas bei mir führe,als ich beim Landen besaß. Bei der heiligen Messe, die Wirthe hiel-ten mich nach der Art, wie sie mich zahlen ließen, für einen Granden."

Gib dem Manne Gold, guter Alonzo. Es ist einer vonDenen, die gerne belohnt sehn wollen, ehe sie sprechen."

Sancho zählte kaltblütig die Stücke, die man ihm in dieHand drückte, und da er fand, daß ihre Zahl seine Erwartung beiWeitem überstieg, so sah er keinen weiteren Grund zu Umschweifen.

Sprich, Bursche!" rief der König.Du scherzest da, wo DuEhrfurcht und Gehorsam schuldig bist."

Ferdinands rasche, scharfe Stimme übte einen lebhafterenEindruck auf Sancho'S Ohr, als Jsabella'S sanftere Töne, obschonselbst sein rauhes Wesen von ihrer frauenhaften Schönheit undAnmuth nicht unberührt blieb.