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und unser Held wurde von einem und dem andern vorbeischießenberrPfeile gestreift, obgleich kein Blut nachfolgte. Die Wilden schickte»sich indeß zu einer Wiederholung dieses Versuches an, als auf ein«mal das erschreckte Mädchen aus ihrem Verstecke hervoreilte undsich gleich den PocahontaS unserer eigenen Geschichte mit bemüthigvor der Brust zusammengeschlagenen Armen vor Luis stellte.Sobald sie erschien, erscholl der Ruf „Ozema! Ozema!" unter denAngreifern, die keine Cariben waren, wie jeder begreifen wird,der mit der Geschichte der Insel bekannt ist, sondern sanftere Hapti-bewohner, die unter einem Caribenhäuptling standen.
Luis suchte vergebens das aufopferungsvolle Mädchen zumRückzuge zu bereden. Sie glaubte sein Leben in Gefahr, undkeine Sprache, wenn er anders bei einer solchen Gelegenheit seineBeredsamkeit hätte in Anwendung bringen können, würde sie ver-mocht haben, ihn in einer so schrecklichen Lage zu verlassen. Dadie Indianer sich bemühten, über LuiS einen Vortheil zu gewinnen,ohne die Prinzessin zu tödten, so blieb ihm keine andere Wahl, alsein Rückzug hinter die Felsen. Er hatte kaum diesen Sicherungs-posten erreicht, als sich ein wild aussehender Krieger mit den Fein-den vereinigte, welche ihm alsbald den wirklichen Stand des Angriffsin lärmender Weise auseinander setzten.
„Caonabo?" fragte Luis gegen Ozema gewendet, indem erauf den neuen Ankömmling deutete. Das Mädchen schüttelte nacheinem ängstlichen Blick auf das Gesicht des Fremden den Kopf und um-schlang zugleich mit verführerischer Hingebung den Arm unseres Helden.
„Nein — nein — nein!" rief sie ungestüm; „nicht Caonabo— nein — nein — nein."
Luis nahm den ersten Theil dieser Antwort als eine Andeu-tung, daß der Fremde nicht der Caribenhäuptling sey, und derletztere schien ihm Ozemas festgewurzelte Abneigung, dessen Weibwerden zu wollen, auszudrücken.
Die Berathung der Angreifenden war bald zu Ende. EinDonna MerredeS. 2te Auft. M