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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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bedrohten, in die Flucht zu schlagen. Hatte er ja oft allein ganzeReihen christlichen Fußvolks durchbrochen, und es ist bekannt, daßspäter einzelne berittene Männer Hunderte der Eingeborenen vorsich her trieben.

Der Lärm war vor unserem Helden zu Mattinao'S Wohnun-gen gelangt. Als er in Ozema'S Behausung trat, traf er dieSchwester des Kaziken von fünfzig Frauen umgeben, von deneneinige bereits aus dem Dorfe hergeeilt waren, und aus AllerMund tönte der schreckliche Name ,Caonabo*. Ozcma selbst wardie Gefaßteste von Allen, übschon man Wohl sehen konnte, daßihre Umgebung aus irgend einen, Grunde besonders für sie beküm-mert war. Als Luis in das Zimmer trat, drängten' sich Matti-nao'S Weiber um die Prinzessin, und er konnte bald ans ihrenWorten und bittenden Geberden entnehmen, man dränge Ozemazur Flucht, damit sie nicht in die Hände des CaribenhäuptlingSfalle. ES kam ihm sogar vor und auch nicht mit Unrechtdaß die übrigen Frauen die Entführung der schönen Schwesterdes Kaziken als den eigentlichen Zweck des plötzlichen UcberfalleSbetrachteten. Diese Vermuthung minderte keineswegs LuiS' eifrigenWunsch, sie zu verlhcidigen.

Sobald Ozema seiner ansichtig wurde, flog sie an seine Seite»rang ihre Hände, und sprach den Namen ,Caonabo° in einemTone aus, der ein Herz von Stein hätte schmelze» können. Zu-gleich redeten ihre Augen in der Sprache der Hoffnung, des Ver-trauens und der Bitte, deren es wahrlich nicht bedurfte, um unserenHelden für ihre Sache zu gewinnen. Im Augenblicke blinkte dasSchwert in der Hand des jungen Ritters und der Schild deckteseinen Arm. Er versicherte dann die Prinzessin, so gut er konnte,seines Eifers, indem er den Schild vor ihre klopfende Brust hieltund das Schwert schwang, als ob er ihre Feinde herausforderuwolle. Er hatte kaum diese Betheurung gegeben, als alle übrigenWeiber verschwanden, zum Theil, um ihre Kinder in Sicherheit zu