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Statt dem Boote der Santa Maria zu folgen, an dessen Bord sichder Gesandte eingcschifft hatte, ruderte der Kahn einige Stundenostwärts weiter, denn Luis hatte die Weisung erhalten, sich in derStadt Guacanagari erst nach der Ankunft der Schiffe öffentlich zuzeigen, wo er sich dann ganz in der Stille mit seinen Cameradenwieder vereinigen und so alles Aufsehen vermeiden konnte.
Unser Held hätte in der That nicht verliebt seyn muffen, wäreer gegen die Herrlichkeiten der Naturscenen, die vor seinenAugen auSgebreitet lagen, als er die Ufer von Espannola entlangfuhr, gleichgültig geblieben. Das Romantische der Landschaft wurde,wie es in dem mittelländischen Meere der Fall ist, durch die Mildeeines niedrigen Breitegrades gehoben, die denselben Zauber umdie Felsen und Vorgebirge wirft, welchen ein heiteres Lächeln derweiblichen Schönheit leiht. Mehr als einmal brach er in die Lautedes Entzückens aus — ein Gefühl, in welches Sancho, freilichin etwas anderem Ausdrucke mit einstimmte, da er es gewiffcrmaffenals zum Dienst gehörig betrachtete, das Echo zu den poetischen Er-gießungen des jungen Grafen zu bilden.
„Ich zweifle nicht, Sennor Conde," bemerkte der Matroie, alssie eine Stelle erreichten, die einige Stunden über dem Ankerplatzder Schiffe lag, „ich zweifle nicht, Sennor Conde, daß Eure Er-cellenz weiß, wohin diese nackten Herren die ganze Zeit über rudern.ES scheint, daß ihnen Eile Noth thut, und daß sie einen Hafenwenn auch nicht im Auge, doch wenigstens im Sinne haben."
„Ist Dir vielleicht nicht ganz Wohl zu Muthe bei der Sache,Sancho, daß Du diese Frage mit so vielem Ernste stellst?"
„Wenn dieß je der Fall wäre, Don LuiS, so käme es bloSauf Rechnung der Familie de Bobadilla, welche ihr Oberhaupt ver-lieren würde, wenn Eurer Ercellenz irgend ein Unglück begegnete.Was kümmert es Sancho von dem SchiffSdockenthore, ob er irgendeine Prinzessin von Cipango heirathen und der Schwiegersohn deSGroß-ChanS werden muß, oder ob er als der unbedeutende Matrose