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Siehst Du nicht, daß diejenigen, welche uns durch ihre Unzufrieden-heit am meisten zu schaffen machten, jetzt die Lautesten in ihre»Lobpreisungen sind?"
„Das ist Menschennatur, Sennor; die höchste Furcht gehtleicht in maßloses Entzücken über. Die Schufte bilden sich ein, esgeschehe Alles nur zu Eurem Lobe, während sie in der That nurihre Freude kund geben, irgend einem unbekannten aber gefürchtetenHebel entronnen zu seyn. Unsere Freunde Sancho und Pcpe schei-nen lange nicht so hingerissen, denn während der Eine an dieserindischen Küste Blumen pflügt, scheint der Andere mit empfehlungS-werther Ruhe um sich zu blicken, als berechne er die Länge undBreite von des Groß-ChanS Dublonen."
„ColumbuS lächelte und näherte sich mit Luis den beidenerwähnten Männern, welche ein wenig seitwärts von der übrigenGruppe standen. Sancho hatte die Hände in die Taschen seinerJacke gesteckt, während er zu gleicher Zeit die Scene mit der Ruheeines Philosophen betrachtete. Gegen ihn richtete der Admiralzuerst seine Schritte.
„Nun, wie stehtS, Sancho von dem Schiffsdockenthor?" fragteder große Seefahrer. „Du betrachtest ja diesen glorreichen Auf-tritt so ruhig, als ob Du eine Straße in Moguer oder ein Feldin Andalusien ansähest."
„Sennor Almirante! dieselbe Hand hat Beides gemacht. Dießist nicht die erstp Insel, an der ich landete; und jene nackten Wildensind nicht die ersten Menschen, die ich ohne Scharlachwämser sehe."
„Aber fühlst Du keine Freude über den glücklichen Erfolg,keine Dankbarkeit gegen Gott wegen dieser großen Entdeckung?Bedenke, mein Freund, wir sind an den Gränzen Asiens, und dochkommen wir durch eine westliche Fahrt hieher."
„DaS letztere ist wahr, Sennor — ich kann einen Eid daraufschwören, denn ich habe keinen kleinen Theil des Weges die Speichendes Steuerrads mit meinen eigenen Händen regiert. Glaubt Ihr,