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„Ich bin vollkommen davon überzeugt, edler Jüngling," cr-wiedcrte Columbus, indem er Luis freundlich die Hand drückte:„sonst wärest. Du nicht in meinem Gefolge. Wir haben von Ferroaus mehr als tausend Seemeilen zurückgelegt, und so viel magmeiner Bermülhung »ach die zwischen Calhah und Europa liegendeEntfernung betragen. Wir sind also ohne Zweifel weit genug ge-kommen, um auf eine der vielen Inseln zu stoßen, von denen be-kanntermaßen das Meer in der Nähe von Asien wimmelt. Dieöffentliche Berechnung macht eine Fahrt von etwas über achthundertSeemeilen namhaft; da wir aber in der letzten Zeit so vielengünstigen Strömungen begegneten, so vermuthe ich, daß wir indem gegenwärtigen Augenblicke volle eilfhundert Stunden, wo nichtweiter von den kanarischen Inseln entfernt sind. Den Azoren sindwir vielleicht etwas näher, da sie westlicher liegen, obschon in einerhöheren Breite."
„Dann glaubt Ihr also in der That, Sennor, daß wir ehestensLand zu erwarten haben?"
„Mein Inneres sagt mir dieß so gewiß, Luis, daß ich — dieSchmälerung des Ansehens abgerechnet — wenig gewagt habenwürde, wenn ich den Bedingungen dieser verwegenen Menschenwillfahrt hätte. PtolemäuS theilte die Erde in vierundzwanzigStunde», jede von fünfzehn Graden, und ich rechne nur fünf odersechs dieser Stunden auf das atlantische Weltmeer. DreizehnhundertSeemeilen müsse» uns daher uothwendig an die Küsten von Asienbringen, und von diesen haben wir, wie ich glaube, bereits eilf-hundert zurückgelegt."
„So mag sich wohl der morgige Tag als ein ereignißvollererweisen, Sennor Admiral. Doch suchen wir jetzt unsere Hänge-matten auf. Ich gedenke von einem schöneren Lande zu träumen,als je das Auge eines Christen sah, an dessen Gestade mir dieschönste Jungfrau von Spanien — nein, beim heiligen Pedro! vonganz Europa — entgegen winkt."