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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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414
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auf euch lasten mag, als die eingebildeten Gefahren des Oceans.Bedenkt, was für euch von der Furcht, und was euch von der Hoff-nung zu erwarten steht. In dem einen Falle droht euch Alles vondem Zorne der Herrscher, wenn ihr in einem gewaltsamen Wider-strebe» gegen ihr Ansehen beharrt; und eine Empörung gegen eurengesetzlichen Führer, ebenso der Versuch einer Rückkehr wird zukeinen besseren Folge» führen, denn eS ist bereits zu spät, da ihrans Mangel an Nahrung und Wasser Spanien nicht mehr erreichenkönnt. Die Reise nach dem Osten zurück muß der Zeit nach wenig-stens doppelt so viel erfordern, als wir zur Herfahrt gebrauchthaben, und die Tonnen der Caravelen beginnen bereits ziemlich leichtzu werden. Land, und zwar Land in dieser Gegend ist uns jetztnöthig. Nun laßt uns aber auch die andere Seite des Gemäldesbetrachten. Vor uns liegt Cathay mit allen seinen Schätzen, seinerNeuheit und seinem Ruhme ein Land, wundervoller, als je einesvon Menschen bewohnt wurde, und ein Menschenstamm daselbst, dereben so edel als gastfreundlich und gerecht ist. Zu all diesem kommtnoch der-Beifall der Herrscher und die Achtung, die Jedem, selbstdem gemeinsten Matrosen, der seinem Befehlshaber bei der Er-reichung dieses großen Zieles muthig an die Hand gegangen ist, zuTheil werden muß."

Wenn wir Euch noch drei Tage Gehorsam leisten, Sennor,wollt Ihr dann, wenn sich kein Land sehen läßt, den Rückweg nachSpanien antreten?" rief eine Stimme aus der Menge.

Nimmermehr!" erwiederte Columbus mit Festigkeit.NachIndien geht meine Pflicht, und nach Indien will ich steuern, wennich auch noch eine» zweiten Monat auf die Vollendung der Reiseverwenden müßte. Geht auf eure Posten oder nach euren Hänge-matten, und behelligt mich nie wieder mit derartigen Auftritten."

Columbus' Benehmen zeigte so viel angeborne Würde, undseine Stimme tönte, selbst wenn er im Zorne sprach, so nachdrück-lich und eindringlich, daß der gemeine Mann auf seinen Befehl, sich