wäre sie auch nur so kurz als die von Cadiz nach Barcellona,verstanden hätte."
„Du sprichst sehr unehrerbieiig von den Heiligen und Jung-frauen, Sancho, denn wir dürfen sicher glauben, daß sie Alles wissen."
„Ja, alles, nur dieß nicht. Unsere liebe Frau von Rabidaweiß Süd-Ost und zuin Süd Halb-Süd von Nord-West und zumNord Halb-West nicht zu unterscheiden. Ich habe sie in dieser Hin-sicht auf die Probe gestellt, und ich sage Dir, sie weiß so wenigdavon, als Deine Monika von der Art weiß, wie die Herzogin vonMedina Sidonia den edlen Herzog, ihren Gemahl grüßt, wenn ervon der Falkenjagd nach Hause kommt."
„Nun, dafür würde die Herzogin auch nicht wissen, was siesagen sollte, wenn sie mich an Monikas Stelle nach der Heimkehrvon dieser großen Fahrt empfangen müßte. Wenn ich nie ans dieFalkenjagd auSgegange» bin, so ist der Herzog dafür nie zweiund-dreißig Tage westlich über Ferro hinausgekommen, zumal auf einerFahrt, bei der man nicht ein cinzigeSmal Land zu Gesicht bekam."
„Du hast Recht, Pepe; aber Dein Weib hat Dich auch nochnicht als einen nach PaloS Heimkehrcndcn empfangen. Doch wasbedeutet diese Bewegung auf dem Verdeck? Unsere Leute scheinensehr aufgeregt zu scyn. Jedenfalls will ich drauf schwören, daßes nicht von der Entdeckung Cathays oder von dem Anblick desGroß-Chans herrührt, der wie ein Karfunkel auf seinem von Dia»manten blitzenden Throne glänzt."
„Die Aufregung scheint eher darin, daß sie ihn nicht sehen,ihre» Grund zu haben. Hörst Du nicht zornige und drohendeWorte aus dem Munde der Unzufriedenen?"
„Bei St. Jago! Wenn ich Do» Christoval wäre, so zöge ichjedem der Schufte eine Dobia von ihrem Solde ab und gäbe dasGold so friedlichen Leuten, wie wir Beide sind, Pepe, die lieberHungers sterben wollen, ehe sie an eine Heimkehr denke», ohne Asiengesehen zu haben."