sinnigen Köpfe des Schiffsvolks einen ungemeinen Trost, währendin der Gesammtheit der Matrosen auch nicht Einer war, der nichtein größeres Vertrauen auf den glücklichen Ansgang der Fahrt setzte,seit er diesen augenfälligen Beweis von dem Borhandenscyn einesLandes in dem Theile des Meeres, wo sie sich nunmehr befanden,mit angesehen hatte.
Nach dem Schluffe der Unterredung des Admirals mit Pinzonsetzte der Letztere auf der Pinta wieder die Segel auS; das Fahr«zeug glitt langsam an der Santa Maria vorbei und segelte nunum ein paar hundert Ellen voraus, obgleich keines der Schiffe miteiner größeren Geschwindigkeit als einem Knoten in der Stundedas Wasser durchschnitt. Um diese Zeit, als eben die Leute sich nochmit ihren neugeweckte» Hoffnungen unterhielten, zog ein FreudenrufAller Augen nach der Pinta, wo man Pinzon auf dem Hüttendeckestehen sah, der jubelnd seine Mütze in der Luft schwang und diegewöhnlichen Aeußerungen des höchsten Entzückens an den Tag legte.
„Land! Land! Sennor!" schrie er. „Zch mache Anspruch andie Belohnung! Land! Land!"
„In welcher Richtung, guter Martin Alonzo?" fragte Cokum-buS mit einem Eifer, welcher seine Stimme beben machte. „Inwelcher Gegend bemerkst Du diesen willkommenen Nachbar?"
„Dort im Südwesten — " er deutete nach dieser Richtung.„Eine Reihe von neblichen, aber edeln Bergen, die so verheißungs-reich aussehen, daß sie selbst die fromme Sehnsucht des heiligenVaters zufrieden stellen könnten."
Jedes Auge wendete sich nach Südwesten, wo auch alle wirk-lich die langgcsnchten Beweise eines glücklichen Zieles zu erblickenglaubten. Eine schwache, dunstige Masse mir zackigen und bestimm-ter hervortretenden Umrissen, als dieß bei Wolken gewöhnlich ist —war an dem Horizont sichtbar, obgleich die Erscheinung noch sodunkel war, daß es eines geübten Auges bedurfte, um sie in demtiefen Blau der unendlichen Leere zu entdecken. Eine eigenthümliche