von Land deuten mochten, zu unterscheiden. Die Strömung folgtenun ganz der Richtung des'WindeS; die Oberfläche des Meereswar buchstäblich so glatt, wie die eines Binnensec'S und die Fahr-zeuge waren im Stande, ohne Gefahr einige Klafter von einanderzu segeln.
„Dieses Gras, Sennor Almirante," ries der ältere Pinzon,„hat ganz das Aussehen desjenigen, welches an den Ufern derFlüsse wächst und ich zweifle nicht, daß wir an der Mündungirgend eines ungemein großen Stromes sind."
„Wohl möglich," erwiederte ColumbuS, „aber das wird sicham Besten aus dem Geschmack des Wassers entnehmen lassen. —Laßt einen Eimer hinunter, damit wir uns davon überzeugen können."
Während Pepe, um diesen Befehl zu vollziehen — abwartete,bis sich das Fahrzeug durch eine bedeutende Grasmasse gearbeitethatte, entdeckte das scharfe Auge des Admirals eine zappelndeKrabbe auf der Oberfläche der frisch aussehenden Pflanzen undmachte den Steuermann zeitig genug ans diese Erscheinung auf-merksam, daß derselbe im Stande war, den CurS so weit zu ver-ändern, um das Thier fangen zu können.
„Dieß ist ein köstlicher Fang, guter Martin Alonzo," sagteColumbuS, indem er die Krabbe zwischen dem Zeigefinger unddemDaumen hielt, so daß sie jeder sehen konnte. „Man weiß, daßdiese Thiere sich nicht weiter als etwa achtzig Meilen von demLande entfernen und dort ist überdieß einer von den weißen tropischenVögeln, welche, der Sage nach, nie auf dem Wasser schlafen. Wahr-lich, Galt ist mit uns, und was alle diese Vorzeichen noch er-freulicher macht, ist der Umstand, daß sie aus dem Westen, demverborgenen, unbekannten, geheimnißvollen Westen kommen."
Ein gemeinsamer Freudenruf erscholl unter dem Schiffsvolkebei dem Anblicke dieser Zeichen, und wieder schwammen die Wesen,die kürzlich noch am Rande der Verzweiflung gewesen, in der freudig-sten Hoffnung, welche sie auch in den geringsten Ergebnissen des Meere»