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„Ich zweifle nicht, daß Alles wahr ist, was Euer Erccllenzvon dem Wandern des Sternes sagte," versetzte Sancho, „und eSist mir schon durch den Kopf gesahren, daß wir vielleicht näher anCathap sind, als wir glauben — daß ferner diese Bewegung von miß-günstigen Geistern nur veranlaßt wurde, um uns von dem Wegeabzubringen."
„Gehe nach Deiner Hängemalte, Schuft, und gedenke DeinerSünden! Du wirst besser lhun, die Gründe dieser Geheimnisse unter-richteteren Leuten zu übeilassen. Da ist Deine Dublone und —sey verschwiegen."
Am kommenden Morgen erwartete Alles auf den drei Cara-velen mit Ungeduld die Ergebnisse der neuen Beobachtungen. Dader Wind nicht steif aber doch fortwährend günstig war und manauf eine nach Westen führende Strömung stieß, segelten die Schiffeim Laufe von vierundzwanzig Stunden mehr als hundert und fünfzigMeilen, welche die Zunahme der Abweichung noch merklicher mach-ten, und ColumbuS' Prophezeihung, die sich auf vorangehende Be-obachtungen stützte, bekräftigte. So leicht läßt sich der Unwissendedurch den Schein täuschen, daß diese Erklärung zur Zeit alle Zweifelbeschwichtigte und die Annahme, der Stern bewege sich, währenddie Nadel zuverlässig bleibe — allgemeinen Glauben fand.
Wie weit ColumbuS in dieser Sache durch seine eigene Logikgetäuscht wurde, ist noch nicht ermittelt worden. Daß er eineHinterlist, welche er für unschuldig halten mochte, nicht verschmähteund sie, um den Muth seiner Gefährten aufrecht zu erhalten, inAnwendung brachte, sieht man aus der Thatsache seiner verfälschtenFerncberechnungen; dieß ist aber noch kein Beweis, daß er in demgegenwärtigen Falle zu einem ähnlichen Mittel seine Zuflucht nahm.Kein Mann der Wissenschaft, selbst zur Zeit, wo die Abweichungdes CompaffeS noch unbekannt war, glaubte, daß die Nadel nolh-wendig aus den Polarstern weisen müsse, da man das Zusammen-treffen der magnetischen Richtung mit der Lage dieses Himmelskörpers