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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Zn dieser Windstille ist jedoch von einem Näherkommcn nicht dieRebe, und in so weit wären wir also immerhin geborgen. ES istaber jetzt nothwendig, Gewißheit darüber zu gewinnen, ob die auf-lauernden Caravelen zwischen uns und dem Lande sind, oder nicht.Je nachdem es sich herausstellt, ist eS vielleicht nicht sehr gerathen,der Insel noch näher zu rücken, und wir können dann wie gesternden Vortheil des Windes benützen. Siehst Du in jener Gegenddes Meeres ein Segel, Luis?"

Nein, Sennor, obgleich es hinreichend Helle ist, dem Augedie Leinwand eines Schiffes benierklich zu machen, wenn ein solchesvorhanden wäre."

ColumbuS ließ einen Ausruf des Dankes hören, und befahldann sogleich den AuSlugern auf den Masten, den ganzen Horizontzu untersuchen. Der Bericht lautete günstig, denn die gefürchtetenportugiesischen Caravelen ließen sich nirgends blicken. Als die Sonneaufging, erhob sich ein Wind nach Südwesten, welcher Ferro unddemzufolge auch jedes Fahrzeug, welches in dieser Richtung kreuzte,unmittelbar in'S Luv der Flotte brachte. Ohne einen Augenblickzu verlieren, wurden die Segel ausgesetzt und der Admiral hieltnach Nordwestcn ab, da er vermuthete, seine Verfolger sähen imSüden der Insel nach ihm aus, wo ihn auch jeder, welcher Colon'SAbsicht nicht vollkommen erfaßte, erwarten durfte. Inzwischen wardie westliche Deining gioßentheils niedergegangen und die Schiffetrieben stetig und dem Anscheine nach auch für die Dauer vorwärts,obgleich man die Fahrt keineswegs eine schnelle nennen konnte.Die Stunden entschwanden langsam, und mit dem Vorrücken de»Tages wurden die Umriffe der Insel Ferro allmählig immer unbe-stimmter. Ihre ganze Oberfläche nahm das dunstige Aussehen einerdunkeln, undeutlich begränzten Wolke an, bis sie endlich ganz imWasser untertauchte. Die Gipfel ihrer Berge waren noch sicht-bar, als der Admiral mit den Bevorzugteren seiner Gefährten aufdem Hüttcndecke stand, um nach dem Meer und dem Wetter auszusehen.