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aller unserer An Krengungen in diesem bedenklichen Augenblicke —bedenklich nicht allein hinsichtlich der Portugiesen, sondern auchwegen unserer eigenen Leute — nur neun Stunden zurückgelegt; —welch ein geringer Theil von den tausenden, die vor uns liegen!Bei einer solchen Geschwindigkeit ist ein frühes Ausgehen unsererLebensmittel und des TrinkwasserS zu fürchten."
„Ich habe alles Vertrauen zu Eurem Verstände, EurenKenntnisse» und Eurer Erfahrung, Don Christoval."
„Und ich habe alles Vertrauen zu Gott und hoffe nicht, daßEr seinen Diener im Augenblick verlassen wird, wo er seines Bei-standes am meisten bedarf."
ColurnbuS warf sich nun in seinen Kleidern auf'S Lager, umeinige Stunden Schlafes zu erhaschen, denn die Besorgnisse, welcheer über die Lage seines Fahrzeuges fühlte, gestatteten ihm nicht,sich zu entkleiden. Dieser gefeierte Mann lebte in einer Periode,wo eine falsche Philosophie, und eine anmaßende, aber unzureichendeAnwendung des Verstandes noch nicht so häufig war, und man sich sel-ten, nicht einmal dem Scheine »ach, des freimüthigen Zugeständnisseseiner beharrlichen Hingebung an eine göttliche Macht überhob. Wirsagen dem Scheine nach, da Niemand, wie weit auch seine Selbst-täuschungen in dieser Hinsicht reichen mögen, in der Wirklichkeitglauben kann, daß er sich unter allen Verhältnissen selbst zu schü-tzen vermöge. Dieses unbedingte Selbstvertrauen steht schon imWiderspruche mit den Gesetzen der Natur, denn jeder hat in seinemInnern einen Mahner, der ihn seine wirkliche Schwäche kennenlehrt und ihm täglich, stündlich, ja sogar in jedem Augenblickezeigt, daß er nur ein unbedeutendes Werkzeug ist, dessen sich einehöhere Macht bei Ausführung ihrer großen und geheimnißvollenfür das Wohl der ganzen Schöpfung berechneten Zwecke bedient.Im Einklänge mit der Sitte der Zeit kniete also ColumbuS niederund betete brünstig, ehe er sich schlafen legte, und auch Luis de Bo-badilla nahm keinen Anstand, einem Beispiels zu folgen, welcher