diese bei weitem die ernstlichste. Die verrätherischen Portugiesenkönnen uns entweder ganz aufhalten oder doch unfern Schissenfolgen, und daun werden Leute, die nicht einmal Verstand undUnternehmungsgeist hatten, die Gabe, als sie ihnen auf's schönsteangeboten wurde, hinzunehmen — unsere Lorbeer« erndtcn undsich den so wohl verdienten Lohn unserer Mühen und Gefahren an-rnaßen oder uns doch denselben streitig machen."
»Dom Joao von Portugal müßte, um dieß zu erzielen, noch bessereRitter gesendet haben, als die Mauren von Granada," antworteteLuis, der den Haß der Spanier gegen ihre Nachbarn auf der Halb-insel theilte. ^Man sagt, er sep ein kühner und gelehrter Fürst,aber die Beglaubigung und die Flaggen der Herrscherin von Ca-stilien dürfen nicht geringschätzig behandelt werden, am allerwenig-sten hier, mitten in ihren eigenen Inseln."
„Wir sind den Streitkräften, welche gegen uns auSgcsendetWurden, wahrscheinlich nicht gewachsen. Man kennt die Zahl unddie Größe unserer Schiffe, und zweifelsohne haben die Portugiesendie nöthigen Mittel aufgeboten, um ihre Absichten, welcher Art sienun seyn mögen, auch auszuführen. Ach, Luis, mein Schicksal ist schwergewesen, obgleich ich demüthig hoffe, daß das Ende mich für Allesentschädigen wird. Jahre lang bat ich den Portugiesen, dieses Un-ternehmen ehrlich zu unterstützen und das in Ausführung zu brin-gen, was unsere gnädigste Herrscherin, Donna Jsabella, jetzt sovertrauensvoll begonnen hat; man hörte aber auf meine Bittenund Gründe mit gleichgültigem Ohre; ja man wies sie sogar mitHohn und Verachtung zurück, und nun ich mich kaum eingeschiffthabe, um die von ihnen so oft verlachten Entwürfe in Ausführungzu bringen, suchen sie meine Mühe durch Gewalt und Verrath zuvereiteln."
„Edler Don Christoval, ehe ihnen dies gelingen soll, wollenwir wie Castilianer sterben."
„Unsere einzige Hoffnung beruht auf einer schleunigen Abfahrt.