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„Dann wollen wir den Cavalier selbst auffordern, »nS zuantworten. Diese Damen wünschen zu wissen, was einen Mann,der gewiß an Donna Jsabella'S Hof und in den maurischen Krie-gen schon sein Glück gemacht haben würde, veranlassen konnte, sicheiner solchen Fahrt anzuschließen?"
„Die Kriege gegen die Mauren sind zu Ende, Scnnora," cr-wiederte Luis lächelnd, und Donna Jsabella, nebst allen Damenihres HofeS, sieht es gerne, wenn junge Männer muthig genugsind, dem Interesse und dem Ruhme CastilienS zu dienen. Ich ver-stehe mich gar wenig auf Theorien und kann noch viel weniger aufdie Gelehrsamkeit eines Geistlichen Anspruch machen: aber es kömmtmir vor, als sähe ich Cathap wie einen leuchtenden Stern amHimmel vor mir glänzen, und ich bin bereit, Leib und Leben anseine Aufsindung zu setzen."
In dem Kreise der schönen Zuhörerinnen ließ sich mancherkurze Ausruf der Bewunderung vernehmen, denn der Math gewinntimmer leicht Beifall, wenn ihm Jugend und ein gefälliges Aeu-ßere zur Seite stehen. Bei ColumbuS, einem alten verwittertenSeemann, schien der Entschluß, ein Leben, das bereits zur Neigeging, an den raschen Versuch einer Ergründung der Geheimnissedes großen Weltmeers zu wagen — lange nicht so kühn und lv-benSwerth; desto höher schlug man aber den Werth eines Manne»an, der eben erst seine Laufbahn unter scheinbar so günstigen Aus-sichten antrat und nun aste seine Hoffnungen auf den ungewissenErfolg eines so ungewöhnlichen Planes setzte.
Luis war entzückt von der Bewunderung, welche so viele ge-fühlvolle junge Wesen augenscheinlich seiner Entschlossenheit zollten,als ihn auf einmal Donna Jnez sehr zur ungelegenen Zeit undauf eine Weise, welche seine Eigenliebe nicht wenig verletzte, au»diesem Glückstaumel weckte.
„Solche Beschäftigungen sind in der Thal ehrenvoller als die,welche man — Briefen aus Sevilla zu Folge — einem Jüngling