264
sich den einzigen Platz erblickt, wo er sich niederlaffen kann, indeßdas endlose Bla» eines nie befahrenen Raumes ihn nach allenandern Richtungen umgibt.
Die kanarischen Inseln waren schon den Alten bekannt. Juba,der König von Mauritanien, ein Zeitgenosse CäsarS soll sie be-reits unter dem allgemeinen Namen der glücklichen Inseln ziemlichgenau beschrieben haben. Die Schrift selbst ist verloren gegangen,aber die Thatsachc ist durch das Zeugniß anderer Schriftstellerhergestcllt, wie wir auch aus denselben Quellen wissen, daß sichschon in jener fernen Periode eine Bevölkerung daselbst befand, welcheachtungSwerthe. Fortschritte in der Civilisation gemacht hatte. ImVerlaufe der Zeit jedoch, und während der dunkeln Periode, welchedem Glanze der römischen Herrschaft folgte, wurde von den Euro-päern sogar die Lage dieser Inseln vergessen, die erst in der erstenHälfte des vierzehnten Jahrhunderts von Einigen durch die Maurenhart gedrängten, flüchtigen Spaniern wieder aufgef,inden wurden.Später nahmen die Portugiesen — damals die kühnsten Seefahrerder bekannten Welt — von einigen derselben Besitz, und benütztensie als Wasser- und Proviant-Plätze für ihre Entdeckungsreisenlängs der Küste von Guinea. Als die Spanier die Macht derMoSlemim brachen und die Herrschaft über die Halbinsel wiedergewannen, wendeten sie ihre Aufmerksamkeit nochmals nach dieserRichtung und unterwarfen sich die Eingeborenen mehrerer andernInseln, so daß die ganze Gruppe zu der Zeit unserer Erzählungdiesen zwei christlichen Nationen angehörten.
Luis de Bobadilla, der in den nördlichen Meeren mehrereReisen gemacht und das mittelländische Meer in verschiedenen Rich-tungen hin und her durchzogen hatte, kannte diese Inseln nur vonHörensagen. Als er mit ColumbuS auf der Hüttendecke stand,zeigte ihm dieser ihre Lage und erläuterte ihre» verschiedenen Cha-rakter, wornach er auf seine, mit demselben in Verbindung stehendenAbsichten zu sprechen kam und sich über das Ergänzungsmaterial,