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Linie, welche die Ostküste Indiens oder Cathay's bezeichnen sollte,durch die Insel Cipango oder Japan und einen ArchipelaguS, de»man sich nach den Berichten Marko Polo'S und seiner Freunde auS-gemalt hatte, begränzt war. In Folge eines glücklichen Mißver-ständnisses war Cipango in einen Breitegrad versetzt worden, dernahezu mit dem von Washington übereinsttmmte, — also ungefährzweitausend Stunden östlich von der Stelle, wo cs sich wirklich be-findet. Dieser Jrrthum Colon'S hinsichtlich der Ausdehnung derErdoberfläche trug vielleicht am Meisten dazu bei, das Fehlschlagendieses kühnen Unternehmens zu verhüten.
DaS erstemal, seit er sich der Expedition angeschlossen hatte,warf Luis mit einiger Neugierde seinen Blick auf diese Karts undfühlte zugleich in seinem Inneren das edle Verlangen erwachen, ander Lösung des Probleme« aus Ueberzeugung Theil zu nehmen,während er sich so auf einmal die unberechenbaren Ergebnisse unddie interessanten Naturerscheinungen, welche im Gefolge dieser Reisesehn mußten, vergegenwärligte.
„Bei St. Gennaro von Napoli" — rief er, denn die einzigeZiererei, welche sich in den Gewohnheiten des jungen Edlen kundgab, bestand in einer Anrufung der Heiligen aus den verschiedenenLändern, die er besucht hatte und in einer Benützung der Flücheund Ausrufungen ferner Gegenden — eine sehr kurzgefaßts Me-thode, die Welt wissen zu lassen, wie weit man gekommen ist undwelche Bereicherungen deS Wissens man seinen Reisen verdankt —„bei St. Gennaro, Scnnor Don Christoval! diese Reise wird eineaußerordentlich verdienstliche seyn, wenn wir je den Weg über diesengroßen Wassergürtel finden, — aber noch weit mehr, wenn wirden Rückweg zu machen im Stande sind."
„Die letztere Schwierigkeit ist eS besonders, welche in dem ge-genwärtigen Augenblick den Sinn der Meisten in diesem Schiffevorzugsweise in Anspruch nimmt," antwortete Columbus. „SiehstDu nicht die ernsten und niedergeschlagenen Gesichter, Don Luis,