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Columbus beugte sein Haupt in Ergebung, und der schwere,einem Stöhnen ähnliche Seufzer, der sich aus seiner Brust rang,verrieth das ganze Gewicht seiner augenblicklichen Zerknirschung.
„Du hast Recht, Vater; das ist eine Sünde, die ich nicht ver-gessen darf, so oft sie auch gebeichtet haben mag. Lege mir diewohlverdiente Buße auf, und Du wirst sehen, wie ein Christ sichbeugen und die Ruthe küssen kann, deren Züchtigung verdient zuhaben er sich bewußt ist."
„Die Kirche verlangt nichts weiter, als diesen Geist der Unter-werfung, und Du hast Dich einem für ihre Interessen zu wichtigenDienste geweiht, um wegen unbedeutenderen Rücksichten von Deinengroßen Planen abgezogen zu werden. Aber ein Diener des Altarsdarf der Sünde nicht durch die Finger sehen. Du wirst um diesergroßen Verfehlung willen zum Wohle Deiner Seele die nächstenzwanzig Tage täglich ein Paternoster beten; nach dieser Zeit ent-bindet Dich die Kirche dieser besondern Verpflichtung, da Du Dichdann dem Lande Cathap nähern wirst und vielleicht genöthigt bist,alle Deine Gedanken und Anstrengungen diesem Zwecke zuzuwenden."
Der würdige Prior fuhr nun fort, ihm mehrere leichte Bü-ßungen, von denen sich die Meisten auf eine mäßige Vermehrung dertäglichen Gebete beschränkten, vorzuschreiben, und ertheilte danndem Seefahrer die Absolution.
Die Reihe kam alsbald an Luis, und der Prior lächelte meh-reremale unwillkührlich, als er die Beichte dieses heißblütigen undungestümen Jünglings vernahm, dessen Worte unwiderstehlich dieGedanken des Priesters zu den demüthigen, natürlicheren und sanf-teren Geständnissen der reinherzigen Mercedes zurückführten. Di-dem Jüngling aufgelegte Buße war nicht ganz ohne Strenge, ob-gleich Don Luis,, der nicht allzuoft zu beichten Pflegte, im Ganzenmit der Art seiner Lossprechung wohl zufrieden war, wenn er dieLänge der Rechnung, die er abzulegen hatte, und das gegen ihnin der Wagschale liegende Gewicht betrachtete.