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die Ursachen des Jahreszeitenwechsels waren damals selbst für denGelehrten tiefe Geheimnisse, und wenn auch hin und wieder einahnender Schimmer der Wahrheit austauchte, so konnte man ihndoch nur als den ersten Strahl der Dämmerung betrachten, wie ertrüb und zögernd den herannahenden Tag verkündigt. Es kannuns daher nicht überraschen, daß die einfachen und ungebildete» See-leute von PaloS den Befehl der Krone als ein VernichtungS-Nrtheilfür alle betrachteten, welche das LooS traf, ihm Folge leisten zumüssen. Man glaubte, der Ocean gehe, wenn man gewisse Grän-zen überschritte, wie das Firmament, in eine Art chaotischer Leereüber, und die Einbildungskraft des Unwissenden beschwor Strömeund Wirbel herauf, welche, wie man glaubte, zu feurigen Zonenund schrecklichen Schauplätzen natürlicher Zerstörung führten. Manchehielten es sogar für möglich, die äußersten Gränzen der Erde zuerreichen und durch schnelle, aber unmerkliche Strömungen in denendlosen Raum hinabzugleiten.
So standen die Dinge in der Mitte des Monats Juli. Co-lumbus war noch in dem Kloster La Rabida, in der Gesellschaftseines beharrlichen Freundes und Anhängers Fray Juan Perez, alsein Laienbruder mit der Meldung erschien, daß ein Fremder andem Thore angelangt sey, der sich angelegentlich nach SennorChristoval Colon erkundige.
„Hat er das Aeußere eines Boten vom Hof?" fragte derSeefahrer: „denn seit die Sendung Juan'S de Pennalosa fehlge-schlagen hat, bedarf es weiterer Befehle von Ihren Hoheiten, umihren gnädigen Absichten Nachdruck zu geben."
„Ich glaube nicht, Sennor!" erwiederte der Laienbruder. „Diescharfreitenden Couriere der Königin kommen gewöhnlich auf mitSchaum bedeckten Rossen an und machen sich gar breit mitihrer Eile, während dieser junge Cavalier sich ganz anständigbenimmt und auf einem starken andalusischen Maulthier augerittenkömmt."