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-vielen Beweggründe, welche die Königin veranlassen konnten, ihreEinwilligung zurückzunehmen. Mercedes erwachte zuerst aus ihrerkurzen Entzückung, und beunruhigt von Luis unvorsichtiger Zöge-rung winkte sie ihm, zu eilen. Abermals wurden die Spore»in die Weichen des edlen ThiereS gegraben; Funken stobenvon den Hufen, und in der nächsten Minute war Don Luis deBobadilla verschwunden.
ColumbuS hatte inzwischen seine trübselige Reise durch dieVega fortgesetzt. Er rilt langsam weiter, hielt, als sein Gefährteihn verlassen hatte, sein Maulthicr wiederholt an, und saß — dasHaupt auf die Brust gesenkt und in Gedanken verloren — alsein lebendiges Bild des Kummers da. Die edle Ergebung, welcheer öffentlich gezeigt hatte, wich beinahe, als er allein war, und erfühlte in der That das ganze Gewicht der entschwundenen Täuschung.Mit solchen trostlosen Gedanken erfüllt, hatte er eben den berühmtenPaß der Brücke von PinnoS, den Schauplatz so mancher blutigenKämpfe erreicht, als die Huftritte eines Pferdes ihm das Erstemalan'S Ohr schlugen. Er sah zurück und erkannte Luis de Bobadilla,der ihm in so wilder Hast folgte, daß die Weichen seines RoffeSvom Blute trieften und die Brust desselben von Schaum bedeckt war.
„Freude! Freude! und tausendmal Freude, Sennor Colon!"schrie der eifrige Jüngling, als er nahe genug war, um verstandenwerden zu können. „Die heilige Jungfrau seh gepriesen! — Freude!Freude, Sennor, und nichts als Freude!"
„Das kömmt unerwartet, Don Luis! Was bedeutet DeineRückkehr?"
Luis versuchte seine Botschaft auseinander zu setzen, aber dieHast und der Mangel an Athem verwirrten seine Gedanken undmachten seine abgebrochenen Worte unverständlich.
„Und warum sollte ich zurückkehren an einen kalten, unschlüs-sigen und zaudernden Hof?" fragte ColumbuS. „Habe ich nichtJahre verschwendet, um ihn zu seinem eigenen Besten zu drängen?
Donna Mercedes. Ltc Ausl. 1l