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seine Hoffnungen anfgibt, als sich seine Würde schmälern läßt. DieserColon fühlt, daß es sich bei seinem Unternehmen um Königreichehandelt und stellt daher seine Bedingungen wie ein Mann, der disWichtigseit desselben ganz kennt/'
„Wer in Dingen von Wichtigkeit seinen eigenen Werth zugering anschlägt, muß erwarten, daß er auch in der Achtung An-derer nie hoch stehen wird," fügte Alonzo de Quintanilla bei.
„Und außerdem, meine gnädigste und vielgeliebte Gebieterin,"setzte de St. Angel hinzu, ohne Jsabella auch nur zum Worte kommenzu lassen, „läßt sich der Charakter des Mannes und der Werthseiner Entwürfe nach dem Preise schätzen, den er auf seine Dienstesetzt. Wenn er glücklich ist — wird nicht seine Entdeckung alleandern, die seit Schöpfung der Welt gemacht wurden, verdunkeln?Ist es denn so eine Kleinigkeit, die Erde zu umreisen — die Weis-heit Gottes darzuthun durch den wirklichen Versuch, der Sonne inihrem täglichen Umlauf zu folgen und die Bewegungen dieses glor-reichen Himmelskörpers nachzuahmen? Lassen sich nicht unberechen-bare Vortheile für Castilien und Aragon daraus erwarten? ESwundert mich, daß eine Fürstin, die bei allen andern Angelegen-heiten einen so hohen und seltenen Geist gezeigt hat, vor einer sogroßartigen Unternehmung, wie diese, zurückschreckt."
„Du nimmst Dir die Sache sehr zu Herzen, mein guter deSt. Angel," erwiederte Jsabella mit einem Lächeln, das keinen Un-willen verrieth — „und läffest in Deinem Eifer gar Manches außerAcht. Wenn sich Ehre und Vortheil von einem glücklichen Erfolgeversprechen lassen, was wird dann wohl die Frucht des Mißlingenssepn? Wenn der König und ich diesen Colon mit der erblichenWürde eines VicekönigS über unenideckte Länder ausschicken, unddiese Länder nicht aufzufinden sind, so dürfte die Weisheit unseresRaiheS sehr in Zweifel gezogen und die Würde der beiden Kronennutzlos einer peinlichen Demüthignng auSgesetzt werden."
„Ich erkenne hierin den Finger des Herrn Erzbischofs! Dieser