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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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waren. Es waren meist bejahrtere, ernstere Spanier, wiewohl sichauch der junge Luis de Bobadilla und ColumbuS' hohe und würde-volle Gestalt unter ihnen befand. Der Letztere war zur Abreisegerüstet, und ein kräftiges andalusischeS Maulthier stand in derNähe, um seine Last aufzunehmen. Neben dem Maulthiere standein Roß, welches anzeigte, daß der Reiter des Ersteren nicht ohneBegleitung seyn werbe. Unter den Spaniern waren Alonzo deQuintanilla, der Generalrechnungsführer von Castilien, und Luisde St. Angel, der Einnehmer der geistlichen Einkünfte von Aragon,einer der beharrlichsten der Anhänger, die ColumbuS sich durchdie philosophische Bündigkeit seiner Ansichten und die Folgerichtig-keit seiner umfassenden Entwürfe gewonnen hatte.

Die beiden Letzteren hatten sich mit dem Seefahrer in ernstemGespräche ergangen, und cs wurde von Sennor de St. Angel,einem Manne von edlem Gefühl und glühender Phantasie, mit denfolgenden, warmen Worten geschloffen:

Bei dem Glanze der zwei Kronen!" rief er,es hättenicht so kommen sollen. Doch lebt wohl, Sennor Colon! Gottbewahre Euch Seinen heiligen Schutz und schenke Euch weisere undweniger in Vvrurthcilen befangene Beurtheilcr. Die Vergangen-heit kann uns nur mit Scham und Schmerz erfüllen, während dieZukunft in dem dunkeln Schooße der Zeiten liegt."

Die ganze Gesellschaft nahm jetzt, mit Ausnahme von Luisde Bobadilla, Abschied, und sobald die Zurückbleibendcn allein waren,saß ColumbuS auf und ritt an der Seite des jungen Edeln durchdas Gewühl der Straßen. Keine Sylbe wurde gesprochen, bis sieim Freien waren, obgleich sich mancher Seufzer aus ColumbuS'mit Kummer erfüllter Brust hob. Aber seine Miene blieb ruhig,seine Haltung würdevoll und sein Auge leuchtete von jenem unaus-löschlichen Feuer, welches seinen Brennstoff in den Tiefen derSeele findet.

Als sie außerhalb der Thore waren, wandte sich ColumbuS