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Achseln, wie Jemand zu Ihun pflegt, der etwas außer seinem Ge-sichtskreise Liegendes mit anhört; der Seefahrer aber fuhr in derernsten, würdevollen Weise, welche seinem Charakter anzugehörenschien, fort:
„Es sind schon viele Jahre verflossen, seit ich unter meinemVetter und Namensverwandten, dem jüngeren Colombo (wie erzum Unterschiede von seinem Onkel, dem alten Admirale, welcherdenselben Namen trug, genannt wird), an jenem merkwürdigenKampfe Thei! nahm, welcher nördlich von dem Cap St. Vinzenzstattsand. An jenem blutigen Tage bekämpften wir die Feinde —reichbefrachtete Venezianer — vom Morgen bis zum Abend, unddoch führte mich der Herr unbeschädigt aus diesem heißen Gefechte.Bei einer andern Gelegenheit wurde die Galeere, welcher ich denDienst meiner Waffe geliehen hatte, ein Raub der Flammen, undich mußte mir durch ein Ruder nach dem ziemlich entfernten Landehelfen. Ich sehe in allen diesen Dingen die Hand Gottes, der einemseiner unbedeutenden Geschöpfe keine solche bezeichnenden MerkmaleSeiner zärtlichen Vatersorge hätte zu Theil werden lassen, wenn Eres nicht dazu bestimmt hätte, zur Verbreitung Seiner Ehre undHerrlichkeit beizutragen."
Obgleich das Auge des Seefahrers bei diesen Worten leuch-tender wurde und seine Wangen in einer Art heiliger Begeisterungerglühten, so war es doch unmöglich, den so ernsten, würdevollenund auch in seinen Uebertreibungen (wenn man sie so nennen darf)maaßhaltenden Mann, mit jenen Titeln und Leichtsinnigen zu ver-wechseln, die augenblickliche Aufregungen für unzerstörbare Ein-drücke ustd vorübergehende Träumereien für dauernde Ueberzeugungennehmen. Statt zu lächeln, oder in irgend einer Weise kund zu thun,daß er die Ansichten des Andern leichthin betrachte, schlug VaterPedro wieder demüthig ein Kreuz und zeigte durch die Theilnahme,welche sein Gesicht ausdrückte, wie sehr er das tiefe religiöseGefühl des Sprechers zu würdigen wisse.