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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Eines von Beiden würde schon zureichen, mein Vater. Ichliebe bei Jünglingen einen kühnen Geist, denn er ist ohne Zweifelein Geschenk Gottes, um Seinen allweisen und wohlwollenden Ab-sichten als Werkzeug zu dienen, und gerade auf ihn gründetsich auch hauptsächlich mein irdisches Treiben und meine Hoffnungauf Unterstützung. Nebendem zähle ich auch, außer dem VaterJuan Pirez de Marchena und dem Sennor Alonzo de Quintanilla,Donna Beatriz unter meine zuverläßigsten Freunde; ihr Vetterkann sich daher meiner Achtung und Verehrung versichert halten."

Alles dieses kam Don Luis seltsam vor, denn obgleich dieKleidung und das Aeußere dieses unbekannten Fremden, welchernoch außerdem das Castilianische mit einem fremden Accente sprach,achtenSwerth war, so wußte er doch, daß er es mit einem Pilotenoder Seefahrer, welcher sich durch Händearbeit seinen Unterhaltverdiente, zu thun habe, und der Adel CastilienS war nicht darangewöhnt, sich von Leuten, welche nicht auf fürstliches Geblüt An-spruch machen konnten, so zu sagen mit einer herablassenden Gunstbehandelt zu sehen. Er fühlte sich im Anfang geneigt, die WortedeS Fremden übelzunehmen; dann wollte er ihm geradezu in'S Gesichtlachen; als er aber bemerkte, daß ihn der Mönch mit großerAchtung behandelte und ihm selbst auch das ganze Benehmen desberühmten Planmachers eine geheime Ehrfurcht einslößte, so fühlte ersich nicht allein gedrungen, ein geeignetes Benehmen beizubehalten,sondern er gab auch eine seinem Namen und seiner Erziehung ange-messene höfliche Erwiederung. Die Drei zogen sich nun mit einanderein wenig aus dem dichtesten Gewühl zurück und fanden auch baldeinen Sitz auf einem der Felsen, deren viele zerstreut umherlagen.

Wie Ihr sagt, mein Vater, so hat Don Luis fremde Länderbesucht," begann Columbus, der nicht ermangelte, die Unterhaltungzu leiten, als ob er durch Rang oder durch persönliche Ansprüchehiezu berechtigt sey,und sehnt sich jetzt nach den Wundernund Gefahren des Oceaus?"