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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Mein Sohn Luis," fiel der Mönch mit Ernst ein,DeineLeichtfertigkeit führt Dich zu weit. Aber wenn Du die Ansichtdieses Colon so lächerlich findest, so möchte ich doch Deine eigenenVorstellungen über die Gestalt der Erde kennen lernen, die Gottmit seinem Geist und seiner Gegenwart so hoch geehrt hat."

Sie ist so flach, als der Schild des Mauren, den ich bei demletzten Aussall erschlug, so flach, als nur immer Stahl das Eisenhämmern kann."

Du nimmst also wohl an, daß sie Gränzen hat?"

Allerdings! und wenn es dem Himmel und der Donna Mer-cedes von Valverde gefällt, so werde ich sie sehen, ehe ich sterbe."

Du glaubst also, es gebe einen Rand, oder einen Absturz anden vier Seiten der Welt, welchen Menschen erreichen und vonwo aus sie hinabsehen können, wie von irgend einem hohen Balkon?"

Das Gemälde verliert nichts durch Deinen Pinsel. Ich habemir das früher nie so genau erwogen, aber doch sollte man denken,daß es eine solche Stelle gebe. Beim heiligen Fernando! dasmüßte ein Platz sehn, wo sich sogar das Metall eines Don Alonzode Ojeda erproben könnte, wenn er sich mit einem Fuß ans denRand der Erde und mit dem andern auf eine Wolke stellte undeine Orange in den Mond würfe."

Ich fürchte, Luis, Du hast Dich nie sonderlich mit ernstenDingen beschäftigt. Doch um auf das Vorige zu kommen; mirscheint die Ansicht und der Plan Colons nicht ohne Werth zu sehn,und ich habe nur zwei ernste Einwürfe dagegen, von denen dereine ans einer Schwierigkeit, welche die heilige Schrift in den Weglegt, beruht, während der andere seinen Grund in der weiten, un-geheuren, fast nutzlosen Ausdehnung des OceanS hat, welcher unsnothwendig von Cathap trennen muß, da wir sonst schon langeetwas von diesem Theile der Welt erfahren hätten."

Begünstigen die Gelehrten die Ansicht des Mannes?"

Die Sache ist in einer Versammlung zu Salamanka reiflich