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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Das ist für die Christenheit ein höchst gesegneter und ruhm-voller Tag," bemerkte der Mönch nach einer ungewöhnlich langenPause.Ein gottloses, siebenhundertjähriges Reich hat aufgehört,und der Stolz der Mauren ist endlich durch das Kreuz erdrücktworden, das sich über die Banner des falschen Propheten erhobenhat. Du hast Vorfahren gehabt, mein Sohn, welche sich wohlgerne aus den Gräbern erheben und frohlockend auf der Erdewandeln würden, wenn die Nachricht von dieser Veränderung zuden Seelen lange Hingeschiedener Christen gelangen dürfte."

Möge die heilige Jungfrau Fürbitte einlegen, Vater, daßsie nicht in ihrer Ruhe gestört werden, wäre es auch, um dieMauren heimathloS zu schauen, denn ich zweifle sehr, ob sie Gra-nada, so angenehm eS auch die Ungläubigen gemacht haben, solieblich finden würden, als das Paradies."

Mein Sohn Don Luis, Du hast Dir auf Deinen letzten Reiseneine große Leichtfertigkeit der Zunge erworben, und ich zweifle, obDu Deiner Paternoster und der Beichte noch so eingedenk bist, wiezu der Zeit, wo Du noch unter der Obhut Deiner trefflichen Mutter gesegnet sey ihr Andenken standst."

Diese Worte trugen den Ausdruck des Verweises, ja einerWärme, welche beinahe an Unwillen gränzte.

Zürne mir nicht, Vater, um der Leichtfertigkeit meiner Zungewillen, die mehr eine Frucht jugendlichen Leichtsinns, als eine Folgevon Nichtachtung der heiligen Kirche ist. Nun, Du machst mirVorwürfe, und jetzt, da ich als ein Reuiger zu Dir komme undmeine Verirrungen zu Deinen Füßen niederlegen will, um Vergebungzu finden, heftest Du Dein Auge auf den leeren Raum, und starrst,als ob einer der Geister, von denen Du eben sprachst, ^virklich demGrabe entstiegen wäre, um mit anzuschen, wie dem Mauren dasHerz bricht, daß er sein liebes Alhambra verlassen soll!"

Siehst Du jenen Mann, Luis?" fragte der Mönch, indemer noch immer in derselben Richtung hinblickte, ohne jedoch nur