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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
Entstehung
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von mehreren Granden als Vater Pedro angeredet wurde. Anseiner Seite ging ein Jüngling, dessen Aeußeres sich so sehr vondem anderer Edcln, welche an diesem Tage nicht zu Pferdeerschienen, auSzeichnete, daß er allgemeine Aufmerksamkeit erregte.Er mochte kaum mehr als zwanzig Jahre zählen, aber aus seinermuskulösen Gestalt und den blühenden, gebräunten Wangen ließsich entnehmen, daß er mit Anstrengungen in Wind und Wettervertraut war. Seine ganze Haltung deutete aus einen Kriegsmann,obgleich er bei einer für diesen Stand so feierlichen Gelegenheitnicht in Waffen erschien; seine Kleidung war, wie sie der Adel jenerZeit trug, aber so einfach, als ob sie sich jeder Beachtung ent-ziehen wolle. Mehrere von denen, welche dem Jünglinge mit de»Augen folgten, als er eine Stelle aufsuchte, wo das Gedrängeweniger lebhaft war hatten bemerkt, daß ihn die Königin gnädigausgenommen und ihm sogar erlaubt hatte, ihre Hand zu küssen,eine Gunst, welche an diesem formenreichen und stolzen Hofe ge-wöhnlich nur dem Verdienste oder den durch hohe Geburt Berech-tigten zu Theil wurde. Einige flüsterten, er scy ein Guzmann,eine Familie, die man fast eine königliche nennen konnte, währendihn Andere für einen Ponce hielten, ein Name, der durch die indiesem Kriege verrichteten Waffenthaten des berühmten Herzogs vonCadiz zu einem der ersten in Spanien geworden war; und wiederAndere wollten aus der hohen Stirne, dem festen Tritte und demfeurigen Auge einen Mendoza erkennen.

Der Gegenstand aller dieser Vermuthungen schien die Auf-merksamkeit, welche seine stolze Gestalt, sein schönes Gesicht undsein elastischer stolzer Schritt auf sich zog, nicht zu beachten; denner beschäftigte sich, als ob er gewöhnt scy, von Untergebenen Aus-zeichnung zu empfangen, nur mit Gegenständen, die seinem Augeoder seiner Phantasie zusagten, während er übrigens den Worten,welche ihm ein ehrwürdiger Begleiter von Zeit zu Zeit zuflüsterte,rin aufmerksames Ohr schenkte.