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der Ordnung, daß ich einmal Don Enriquez mit diesem Ereignißund meinem VermählungS-Entschlusse bekannt mache."
„Nein, theuerste Gebieterin! das ist gegen alle Regel. Wenneine Jungfrau aus dem Adel oder aus dem Bürgerstande gegen dieWünsche ihrer Verwandten eine Ehe einzugehen beabsichtigt, so istdie Trauung das Erste; dann kömmt eS erst an den Brief undman bittet um den Segen, wenn das Nebel geschehen ist."
„Fort, leichtfertige Zunge! Du hast gesprochen, aber jetztbringe Feder und Papier. Der König ist nicht nur mein Herr undGebieter, sondern auch mein nächster Verwandter, und sollte mirein Vater seyn."
„Und Donna Johanna von Portugal, seine königliche Gemahlin,und unsere durchlauchtige Königin sollte Euch Mutter seyn — einegar passende Führerin für eine züchtige Jungfrau. Nein — nein,meine geliebte Herrin, Eure königliche Mutter war Donna Isa-belle von Portugal, und eine ganz andere Fürstin als diese ihreüppige Nichte."
„Du nimmst Dir zu viel Freiheit heraus, Donna Beatriz,und vergißt, was ich Dir befohlen habe. Ich wünsche an meinenBruder, den König, zu schreiben."
Jsabella sprach selten mit einem solchen Ernste, so daß ihreFreundin jetzt erbebte und ihr ob diesem Verweise Thrän en aus denAugen drangen. Sie besorgte jedoch das Schreibmaterial, ehe siees wagte, in JsabellaS Antlitz zu blicken, um sich zu überzeugen,ob ihre Gebieterin wirklich zürne. Hier begegnete sie aber wiedereiner holden Heiterkeit, und die Dame von Bobadilla fand es, alssie bemerkte, daß die Fürstin ganz mit dem vor ihr liegendenGegenstand beschäftigt war und bereits allen Unwillen vergessenhatte, für gerathen, den Gegenstand nicht weiter in Anregung zubringen.
Jsabella schrieb nun jenen berühmten Brief, in welchem siealle ihre natürliche Schüchternheit vergessen zu haben schien und