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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
Entstehung
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schönste, der tapferste und liebenswürdigste Prinz in der Christen-heit ist, da Ihr ihn nicht geschaffen, sondern nur als Gemahl an-genommen habt."

Nein, Du gehst weiter, als Klugheit und Achtung erlauben,meine gute Beatriz," erwiedertc Jsabella, scheinbar zürnend, ob-gleich sie selbst in tiefer Bewegung erröthete und sich in dem Lobeihres Verlobten geschmeichelt sah.Dn weißt, ich habe meinenDetter, den König von Sicilien, nie gesehen."

Sehr wahr, Sennora; aber Vater Atonzo de Coca sah ihn;und ein sichereres Auge, oder eine wahrere Zunge als die seine gibtcS nicht mehr in Castilien."

Beatriz! ich wist Dir Deine Freiheit, so unbillig und un-ziemend sie ist, vergeben, weil ich weiß, daß Du mich liebst undmein Glück mehr im Auge hast, als das meines Volkes," sagtedie Prinzessin mit einem Tone, dessen Würde jetzt durch keineBeimischung natürlicher weiblicher Schwäche gemindert war, dennsie fühlte sich wirklich etwas gekränkt.Du weißt, oder solltestwenigstens wissen, daß eine Jungfrau von königlichem Geblüt ver-pflichtet ist, bei einer Verfügung über ihre Hand vor Allem dieInteressen des Staates im Auge zu haben, und daß die müßigenTräumereien von Dorfmädchen wenig mit ihren Pflichten gemeinhaben. Ja, würde sogar ein Mädchen von edler Abkunft, wi-Du, an etwas Anderes denken, als sich bei der Wahl ihres Gattenihrem Familienrath zu unterwarfen'? Wann ich unter so vielenPrinzen Don Fernando von Aragon erwählt habe, so geschah esLhne Zweifel, weil diese Verbindung den Interessen CastilienS an-gemessener ist, als jede andere, die sich darbot. Du weißt, Beatriz,daß die Castilianer und Aragonier Einem Volksstamme angchören,und daß sie dieselben Sitten, dieselben Vorurtheile und auch die-selbe Sprache haben."

Ach, theuerste Gebieterin, verwechselt doch nicht die reinenLaute CastilienS mit dem Dialekt der Berge!"