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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Die schwelgerischen Castilianer hatten bei diesem Anlaß Ge-legenheit, die Strenge zu bemerken, durch welche es Don Ferdinandin dem unreifen Alter von achtzehn Jahren, denn er war kaumälter, gelungen war, seinen Körper aufs äußerste abzuhärten und seineNerven so zu kräftigen, daß er zu jeder Waffenthat fähig war. Dieschwerste» militärischen llebunge» gewährten ihm Vergnügen, undkein Ritter von Aragon wußte sein Roß sowohl beim Turnierals auf dem Schlachtfelde besser zu tummeln. Seine Gesichtsfarbewar, wie die der meisten vom königlichen Stamme sowohl in jenerfernen, als in der gegenwärtigen Periode, trotz der heißen Sonneseiner Heimath blendend, obschon sie bereits durch die häufigenJagden und die kriegerischen Beschäftigungen seiner Knabenjahre etwasgebräunt erschien. Er lebte so mäßig wie ein Muselmann und seinebewegliche und schön gebaute Gestalt schien sich früh abgehärtetzu haben, als ob die Vorsehung ihn zu Abfichten aufbewahrt hätte,welche ebensowohl große körperliche Kraft, als tiefe Einficht undeinen regen Scharfsinn erforderten. Während der nun folgendenvier oder fünf Tage wußten die castilianischen Edeln, welche Zeugenseiner Unterhaltung waren, nicht, ob sie den Strom seiner Bered-samkeit, oder seine Vorsicht in Gedanken und Ausdruck mehr bewun-dern sollten; denn wenn letztere auch für sein Alter als allzuwelt-lich und herzlos erscheinen mochte, so mußte man sie doch als einhohes Verdienst bei einem Manne betrachten, der dazu bestimmtwar, über das Spiel der Leidenschaften, die Verkettungen der anHöfen üblichen Jntriguen, und die schnöde Selbstsucht der Menschenzu herrschen.