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„Ich bin Ferdinand von Trastamara — der Prinz von Ara-gon — der König von Sicilien. Geh' und sage Deinem Herrn,er solle schnell an das Thor kommen."
Diese plötzliche Ankündigung, die in dem stolzen Tone einesMannes vorgebracht wurde, der an unbedingten Gehorsam gewöhntist, veränderte wescnilich den Stand der Dinge; die Gesellschaft andem Thore wechselte in soweit ihre Stellung, daß die beiden Edlen,welche bisher den Zug angeführt hatten, dem jugendlichen KönigPlatz machten, während die Gruppe der Ritter sich auf eine Weisebenahm, welche zeigte, daß die Verkleidung zu Ende sey, und jederin seinem wahren Charakter aufzutretcn beabsichtige. Sicher hättees wohl auch einem denkenden Beobachter Vergnügen gewährt,Zeuge der Schnelligkeit zu seyn, mit welcher zumalen die jüngerenOfficiere sich im Sattel ausrichteten, als ob sie die ausdrucksloseHaltung demüthiger Kausleute nicht schnell genug beseitigen könnten,um sich als das zu zeigen, was sie wirklich waren, nämlich alsan Kampfspiel und Schlachtengewühl gewohnte Männer. Ein nichtminder schneller und großer Wechsel fand auf den Wällen statt.Nichts trug mehr den Ausdruck der Schlaftrunkenheit; die Solda-ten besprachen sich leise und hastig, und der ferne Ton von Fuß-tritten verkündigte, daß nach verschiedenen Richtungen Botenabgingen. So vergingen etwa zehn Minuten, während welcherZeit ein Subalternofstcier sich auf den Wällen zeigte und wegender Zögerung um Entschuldigung bat, da der Grund derselbenausschließlich in der Strenge der Kriegszucht, keineswegs aber ineinem Mangel aus Achtung zu suchen sey. Endlich verkündigte einGewühl auf der Mauer und der Schimmer vieler Laternen dieAnnäherung des Statthalters, und die Ungeduld der unten stehendenjungen Männer, die sich bereits in halblauten Verwünschungen zuäußern begann, gab einer den Umständen mehr angemessenen Zu-rückhaltung Raum.
„Ist die freudige Kunde wahr, die mir meine Leute mittheilen?"