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welche unweit der Gränze der Provinz BurgoS, aber noch auf demGebiete von Soria lag. Der voranreitende junge Kaufmann warmit seinm Maulthiere kaum an dem Thore angelangt, als er mitseinem Stocke einige Schläge danach führte, um denen im Innernseine Gegenwart kund zu thun. Die Maulthiere der Hinteren warenleicht znm Halten zu bringen; der angebliche Diener aber eiltejetzt vorwärts und war eben im Begrifft, seinen Platz unter denHauptpersonen in der Nähe des ThvreS einzunehmen, als einschwerer Stein von den Zinnen niederflog und so dicht an seinemKopfe vorbeischwirrte, daß er dadurch einen ziemlich handgreiflichenWink bekam, wie nahe ihm eine schnelle Reise in eine andere Weltgestanden hatte. Die ganze Gesellschaft erhob bei diesem gefähr-lichen Wurfe ein lautes Geschrei, welchem sich noch die Flüche desBurschen, welcher dieses Geschoß geschleudert hatte, beimischten. DerJüngling übrigens, der am meisten dabei betheiligt war, blieb amruhigsten, und obgleich seine Stimme durchdringend und gebieterischklang, als er sie zum Tadel erhob, so verrleth sie doch weder Zornnoch Bestürzung.
„Was soll das?" sagte er; „ist dieß die Art, wie man fried-liche Reisende — Kauflcute, die Gastfreundlichkeit und ein Nacht-lager von Euch ansprechen, behandelt?"
„Was Kaufleute und Reisende!" grollte eine Stimme vonoben; „sagt lieber Spione und Agenten von König Heinrich. Werseyd ihr? Sprecht schnell, oder wir suchen euch nächstens mit etwasSchärferem, als mit Steinen heim!"
„Sagemir," erwiederte der Jüngling, als ob er es verschmähe,die Frage auf sich zu beziehen — „wer befiehlt in dieser Stadt?Ist eS nicht der edle Graf von Trevinno?"
„Derselbe Sennor," klang eS von oben mit etwas geschmei-digerem Tone; „aber was kann ein Trupp wandernder Krämervon Seiner Ercellcnz wissen? und wer bist Du, daß Du so be-fehlend und stolz sprichst, als ob Du ein Grande wärest?"